Grundsätzlich sagt man, dass der Beta-Faktor (β) in der Finanzierungslehre eine standardisierte Maßgröße (Kennzahl) für das im Marktzusammenhang mit einem Investitions- oder Finanzierungsprojekt übernommene systematische Risiko (oder kurz: Marktrisiko) als Teil seines Gesamtrisikos repräsentiert.
Solche systematischen Risiken aus finanzwirtschaftlichen Handlungen lassen sich hauptsächlich auf allgemeine makroökonomische bzw. politische Einflussgrößen zurückführen. Solche Grössen können Wachstumsraten und Wirtschaftszyklen, Wirtschaftspolitik und neue Steuergesetze, aber auch Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken sein.
Wie wichtig ist jetzt der Beta bei der Kapitalanlage?
Letztlich liefert m.E. nur der systematische Teil des Gesamtrisikos einer betrachteten Kapitaldisposition den maßgeblichen Beitrag zum Risiko des gesamten Investitions- bzw. Finanzierungsprogramms . Das unsystematische, d.h. das anlagespezifische Risikos einer jeden riskanten Kapitalanlage oder Finanzierung hingegen lässt sich nämlich regelmäßig durch eine effiziente Streuung von Wertpapieren vermeiden (“Diversifikation”). Demnach können sich die Erwartungen eines Investors vernünftigerweise nur darauf richten, für ein getragenes systematisches Risiko im Kapitalmarkt eine angemessen hohe Renditeerwartung zu erhalten. Das nach Abzug des unsystematischen Risikos verbleibende Restrisiko einer finanzwirtschaftlichen Maßnahme stellt mithin ihr marktbezogenes Risiko β dar, welches als Mehrwert von z.B. einem Fondsmanager erbracht werden muss.






