6 April, 2009 – 19:34 by Alternative Schweiz
Finanzkrise, Vermögensberatung in Bärenmärkten, Wettbewerbsstörungen
Alternaive Investments, Effizienz, Finanzkrise, Hedge Fonds, Leerverkäufe, Short Selling
In der letzten Zeit wurden wieder Stimmen laut, dass Leerverkäufe bzw. Shortselling volkswirtschaftlich negativ, ja gar die Ursache von der Finanzkrise seien. Dem möchte ich hier deutlich widersprechen. Enron z.B. hätte ohne Short Seller evtl. niemals aufgedeckt werden können, denn die breite Masse an Investoren “übersehen” in ihren Aktien zu oft Ineffizienzen eines Unternehmens oder eines ganzen Marktes. Zudem ist es wie in der Demokratie: wer liberale Märkte und ihre für alle Beteiligten positiven Wirkungen nutzen will, muss in der Konsequenz auch “Andersdenkende” dulden, die einen Wert “Short” gehen. Wenn unsere Hedge Fonds diese Möglichkeit nicht oder nur beschränkt hätten, wären wir mitunter genötigt, in die Versuchung zu kommen, falsche Aktionen zu tätigen um unsere Arbeit als Vermögensverwalter für den Kunden zu rechtfertigen. Zudem wird häufig vergessen, dass eine Shortposition IMMER später wieder durch Käufe glattgestellt werden muss. Ohne die Möglichkeit von Short Selling wäre jedenfalls ein wesentlicher Druck auf den Schultern unserer Fondsmanager, immer und immer wieder “die Wahrheit” am Markt zu entdecken, wesentlich eingeschränkt.
31 March, 2009 – 8:29 by Lunatic
Beratungsstrategie, Uncategorized, Vermögensberatung in Bärenmärkten
Alternative Investments, Hedge Fonds, Porsche, VW
Porsche hat im ersten Haljahr knapp 7 Milliarden Gewinn gemacht. OK, könnn man denken, vermögende Kunden haben also weiterhin Geld und geben es für gute Autos aus. Fakt ist, das davon 6 Milliarden mit Optionen auf VW Aktien verdient wurden!! Das zeigt recht deutlich, dass auch wir nicht den Kopf in den Sand stecken sollen, nur weil unsere Kunden zur Zeit wenig Bereitschaft zeigen, unseren Empfehlungen zum Einstieg in Aktien und Alternative Investments zu folgen. Man kann schliesslich in diesem Markt ganz vernünftige Gewinne machen, z.B. durch Hedge Fonds und andere Alternative Investments, zumal wir als qualifizierte Kunden selber Zugang zu Informationen haben, den die breite Masse ja nicht hat…
29 September, 2008 – 15:13 by Moneyman
Absicherungsstrategien von Vermögen, Beratungsstrategie, Einwandbehandlung - leicht gemacht, Gesprächstechnik, Hedge Fonds, Vermögensberatung in Bärenmärkten, Vermögensverwaltung
Aktienfonds, Anleihen, Hedge Fonds, Lehman Brothers, Schuldverschreibungen, Unternehmenswerte, Zertifikate
Inhaber von Schuldverschreibungen der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers sorgen sich um ihr Geld und da nützen auch Schutzvereinigungen der Kapitalanleger nichts. Mehr als 1000 Anleger hätten sich bei letzteren inzwischen gemeldet. Insgesamt habe Lehman Brothers rund 170 verschiedene Produkte im Gegenwert eines zweistelligen Millionenbetrages alleine in Deutschland emittiert. Man kann nun davon ausgehen, dass die Anleihen und Zertifikate bei Endfälligkeit nicht oder nur unvollständig zurückgezahlt werden. Nun haben viele Beiträge im Investmentberater schon auf die grossartigen Vorteile von Sondervermögen (Fonds) und Fondsgebundenen Lösungen hingewiesen – dass alleine der langfristige wirtschaftliche Nutzen von Assets auschlaggebend ist und wie man sich an diesen direkt und unmittelbar beteiligt. An Anleihen, Zertifikaten und konventionellen Kapitallebensversicherungen sind unsere Kunden eben nur mittelbar beteiligt, Schuldner ist und bleibt eine einzige Unternehmung. Wer sich bei entsprechenden Papieren von Banken und Versicherern jetzt immer noch in Sicherheit wiegt, möchte erkennen, dass er hier “alle Eier in einen Korb legt”. Nun geht es doch darum, günstig und in der Breite Unternehmenswerte zu kaufen, am besten regelmässig. Dafür sollten sich klassische Aktienfonds und Hedgefonds eignen.
23 July, 2008 – 15:09 by slickrick
Alternative Investments, Hedge Fonds, Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor, Produktbereiche
Forderungskauf, Forderungsverkauf, Gerichtsklagen, Hedge Fonds
Mit Entwicklungsländern lassen sich gute Geschäfte machen. Es gibt Investoren die Schuldentitel von Entwicklungsländern aufkaufen, um sie dann mit Profit wieder einzuklagen. Wie ist so etwas möglich? Einer der Akteure in diesem sehr umstrittenen Markt ist Michael Sheehan. Mit seinem Unternehmen Debt Advisory International hat er kürzlich Sambia erfolgreich verklagt. Daraufhin sind ihm 15 Millionen US Dollar zugesprochen worden. Sheehan’s ‚Geier Fonds’ kaufte die Schuldentitel Rumäniens ab, die Sambia einen Kredit fü den Kauf von Landmaschinen über 15 Millionen US Dollar gewährten. Der Kredit belief sich mit Zinsen in der Zwischenzeit auf 30 Millionen US Dollar. Jedoch sind die Schulden durch die Schuldenerlasspolitik der Industrienationen wertlos geworden und der rumänische Staat konnte den Kredit in seiner Bilanz als wertlos abschreiben. Dadurch hatte der Fonds die Möglichkeit die Schuldentitel für lediglich 3.2 Millionen US Dollar von Rumänien abzukaufen. Sheehan’s ‚Vulture Fund’ kaufte die Schuldentitel vom rumänischen Staat und erklagte sich einen saftigen Profit. Oft machen die so genannten ‚Geierfonds’ das zehn bis fünfzehnfache aus ihren ursprünglichen Einsatz. Die ‚Vultures’ ziehen dann vor Gericht, zum Beispiel an den obersten Gerichtshof in UK oder Frankreich und verklagen die Regierung des jeweiligen Entwicklungslandes. Das Argument der Klagen dieser ‚Vulture Funds’ ist, das die korrupten Regimes der Entwicklungsländer zur Rechenschaft gezogen werden, damit die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Staates wieder hergestellt wird.
Durch die teilweise völlig verfehlte Entwicklungspolitik der westlichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnten konnten sich erst diese korrupten Missverhältnisse entwickeln. Eine Vielzahl von Entwicklungsländern in Afrika und Lateinamerika wurden schon verklagt und DebtAdvisory International ist nicht die einzige Firma, die sich auf diese Klagen spezialisiert hat. Weitere Klägerfirmen sind Greylock Global Opportunity, FG Hemisphere, Kensington International.
Derzeit laufen 11 Gerichtsverfahren gegen Entwicklungsklagen die einen Streitwert von US $ 1.5 Milliarden haben. Trotz der Kritik vieler Gutmenschen, die die Geierfonds für skrupellose Geldgeier halten und der Meinung sind, dass sie Entwicklungsländer auf Kosten von Millionen von Menschen auspressen, so erfüllen sie doch eine wichtige Funktion. Ohne diese Fonds würden die Kredite der Kreditgeberländer völlig wertlos sein. Dadurch würden die Kosten der Entwicklungshilfekredite in die Höhe schnellen für die Entwicklungsländer und die Liquidität ginge verloren. Darüber hinaus machen diese Geierfonds auch aufmerksam, dass der Schuldenerlass letztendlich die korrupte Herrscherelite belohnt und per se nicht nachhaltige Entwicklungshilfe darstellt.
Gibt es jemanden, der einen solchen Fonds offshore / in der Schweiz vertreibt?
26 May, 2008 – 20:07 by bullmaster
Alternative Investments, Hedge Fonds, Produktbereiche
Absolut Return, Beta, Fondsmanager, Hedge Fonds
Hedge Funds werden ja auch als Alpha- oder Absolut-Investment bezeichnet da die Performance von den herausragenden Marktkenntnissen und technischen Fähigkeiten der Hedge Fondsmanager resultieren würde. Nun frage ich mich wieviel Prozent der über z.B. Long Aktienfonds hinausgehenden Ergebnisse (aus Rendite und Risikogesichtspunkten) letztendlich nur auf die Positionierung in den alternativen Aktien-, Zins-, Rohstoff- und Optionsmärkten fallen. Diese Betaprämien erklären m.E. schon alleine einen beträchtlichen Teil der Hedge Fund-Performance. Hat jemand Daten oder Ansätze, wie schliesslich die Management Leistung gemessen und kritisch gewürdigt werden kann?
9 September, 2007 – 10:33 by Moneyblogger
Absicherungsstrategien von Vermögen, Einwandbehandlung - leicht gemacht, Gesprächstechnik
Hedge Fonds, Meldepflichten, SEC
Habe mich gerade über die Polemik in der Politik geärgert – wenn man so von Heuschrecken spricht, sollte man einiges geraderücken: Ab einer Höhe von $100m Kundengelder müssen Hedge Fonds nach amerikanischen Vorschriften vierteljährliche 13F Meldungen abgeben. Hier werden sozusagen die Hosen heruntergelassen. Zudem müssen Beteiligungen (einzeln oder insgesamt) ab einer Höhe von 5% gemeldet werden, und zwar unabhängig von der SEC Registrierung. Ab 10% gelten sogar verschärfte Meldepflichten, sofern Futures und verwandte Instrumente genutzt werden. Europäische Hedgefonds Manager profitieren somit von weniger Transparenz und einer lockeren Aufsicht. Warum informieren sich Politiker nicht erst, bevor Sie dem steuerzahlenden Volk, das u.a. auch in der Finanzdienstleistung tätig ist, mit dummer Polemik das Geschäft vermiesen?