Jetzt ist es soweit: Christopher Flower fordert einen hohen Preis für seine Aktien und lehnt weiterhin die Verstaatlichung der HRE ab. Mit 21.7% hält Flowers einen Grossteil der Aktien an der HRE. Auch Vermögensverwalter sollten sich fragen, ob sie ihren Kunden das drohende Risiko einer Enteignung von Ersparnissen und Anlagen zumuten wollen. Jedenfalls ist diese Totalausfallrisiko unserer Meinung nach in keinster Weise in Aktienportfolios eingepreist. Mittlerweile gibt es allerdings zwei Rechtsgutachten, die erhebliche Bedenken gegen die drohende Enteignung ergeben hätten. Die Klage gegen die Verstaatlichung ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Bleibt die Frage, ob wir damit eine weitere Schädigung der ohnehin stark belasteten Aktionärskultur sehen werden. So empfehlen die Fondsspezialisten vom Brokerage Pool in einem Artikel bereits eine wesentliche Verschiebung der Anlageinteressen hin zu alternative Anlageprodukte, d.h. der generelle Verzicht auf die Investition in Aktien, Bonds und sieht grosse Chancen in Werten, die vertraglich einwandfrei ein Gewinnpotential nur und ausschliesslich dem Auftraggeber zustehen, z.B. Wind- und Bioernte, Eigentum an Lebensversicherungspolicen, Wettereinschätzungen oder Rohstoffe.





