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Analystenmeinungen blind folgen, Glückspiele machen oder einen unabhängigen Vermögensverwalter beauftragen?

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[Trigami-Review] Analysten von Banken liegen mit ihren Aktien-Empfehlungen regelmäßig schief. Zu diesem Ergebnis kam nicht ein Boulevard Blatt, sondern eine Untersuchung, die kürzlich in der deutschen Wirtschaftszeitschrift Capital veröffentlicht wurde. So wurden über siebentausend Aktienempfehlungen analysiert, mit der Erkenntnis, dass im Schnitt nur 44,1 Prozent der Aktien-Empfehlungen von Banken später tendenziell richtig lagen. Lediglich bei zehn von 34 der untersuchten Banken übersteigt die Trefferquote die fünfzig Prozentmarke. Bei solchen Werten kann ein Anleger eigentlich besser Lotto spielen. Die Untersuchung hatte zum Stichtag: 05. April 2008 alle über einen Zeitraum von 18 Monaten über den dpa-afx Ticker verbreiteten Analystenempfehlungen einbezogen. Jeweils ein halbes Jahr nach Erscheinen jeder Aktienempfehlung zog die Untersuchung eine Zwischenbilanz. Als zutreffend wurde eine positive Empfehlung bewertet, wenn die Aktie mindestens fünf Prozent höher lag oder das in der Studie genannte Kursziel erreicht wurde. Eine Verkauf-Empfehlung galt als richtig, wenn die Aktie um mindestens fünf Prozent gefallen war oder das Kursziel nach unten erreichte. Halte-Empfehlungen wurden nicht berücksichtig.

Langfristuntersuchungen zur Kapitalanlage vor Aktien werden mit zunehmenden Zeithorizont attraktiver

Vermögensberatung in Bärenmärkten , , , , , ,

Ich möchte hier rechtzeitig zur Rückkehr der Bärentage einmal eine Sammlung der Langfriststudien zum Nachweis der Überrendite von Aktien im Vergleich zu Renten beginnen. Ich habe noch Ergebnisse eine alten CS Studie gefunden, mit der ich mal beginne:Die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS), Zürich, hat eine Untersuchung über die langfristige Attraktivität der Aktienanlage vorgelegt. Der untersuchte Zeitraum reichte von 1926 bis 1998. Die Untersuchung bestätigte die Erkenntnis, dass die Aktienanlage langfristig gesehen die höchste Rendite bringt.
Die wichtigste Feststellung ist, dass auch künftig bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren mit Aktien immer die höchste Rendite zu erzielen sein dürfte. Nachgewiesen wird zudem, dass bei einem so langen Zeitraum das Risiko gleich
Null ist. Obwohl die neunziger Jahre eher das Gegenteil beweisen, unterstreicht die Studie jedoch auch, dass mit Aktien nicht das schnelle Geld zu machen ist Dies gilt insbesondere dann, wenn der Anleger kein großes Risiko eingehen will. Die Autoren der Studie betonen, dass der Zeitpunkt des Aktienkaufs eine wichtige Rolle spielt. Der Kauf von Aktien auf dem Tlefstpunkt einer Baisse oder auf dem Höchstpunkt einer Hausse führt langfristig zu sehr großen Vermögensunterschieden. Diversifizierung reduziert grundsätzlich das Risiko.
Dabei legen die CS-Experten wert auf die Feststellung, dass Anleger nicht nur ihr Vermögen auf mehrere Wertpapiere verteilen sollten, sondern auch ihre Käufe im Zeitablauf streuen sollten. Dies bedeutet, dass eine zur Anlage in Aktien bestimmte Summe nie auf einmal investiert werden sollte. Nachgewiesen wird, dass ein voll in Aktien investiertes Portfeuille in der Regel nicht optimal ist. Dies gilt vor allem dann, wenn ein reines Aktienportfolio vorzeitig aufgelöst werden muss. Um das Verlustrisiko zu
reduzieren und Flexibilität zu gewinnen, sollte eine etwas niedrigere Rendite in Kauf genommen werden, empfiehlt Credit Suisse.
Die höchste Rendite war im Untersuchungszeitraum mit US-Aktien zu erzielen.
Dies gilt auch für einen in Schweizer Franken rechnenden Investor. Immerhin sank der Wert des US-Dollars gegenüber der eidgenössischen Währung von Anfang 1926 bis Ende 1998 von 5,17 auf 1,37 sfr. Die zweitbeste Performace erreichten im Langfristvergleich Schweizer Aktien. Aber auch deutsche Aktien schnitten gut ab, insbesondere wenn die hohen Belastungen durch den zweiten Weltkrieg berücksichtigt werden. Die CS-Studie weist nach, dass sich das Rendite-/Risiko-Verhältnis bei
Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlagesegmente verbessert. Wurden z.B. in einem Portfolio mit Schweizer Aktien etwa 30 % durch US-Aktien ausgetauscht, so erhöhte sich nicht nur die Rendite, sondern es konnte zudem auch noch das Risiko vermindert werden.
Ihren Kunden empfiehlt Credit Suisse bei einem Anlagehorizont von bis zu fünf Jahren nur in Nominalwerte zu investieren, da das Risiko einer Aktienanlage zu hoch ist. Bei fünf bis zu zehn Jahren kann der Aktienanteil zwischen 25 und 75 % je nach Risikofähigkeit des Anlegers schwanken. Ab zehn Jahren sollte das Geld voll in Aktien investiert werden, da das Risiko als
überschaubar gilt.