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In der letzten Zeit wurden wieder Stimmen laut, dass Leerverkäufe bzw. Shortselling volkswirtschaftlich negativ, ja gar die Ursache von der Finanzkrise seien. Dem möchte ich hier deutlich widersprechen. Enron z.B. hätte ohne Short Seller evtl. niemals aufgedeckt werden können, denn die breite Masse an Investoren “übersehen” in ihren Aktien zu oft Ineffizienzen eines Unternehmens oder eines ganzen Marktes. Zudem ist es wie in der Demokratie: wer liberale Märkte und ihre für alle Beteiligten positiven Wirkungen nutzen will, muss in der Konsequenz auch “Andersdenkende” dulden, die einen Wert “Short” gehen. Wenn unsere Hedge Fonds diese Möglichkeit nicht oder nur beschränkt hätten, wären wir mitunter genötigt, in die Versuchung zu kommen, falsche Aktionen zu tätigen um unsere Arbeit als Vermögensverwalter für den Kunden zu rechtfertigen. Zudem wird häufig vergessen, dass eine Shortposition IMMER später wieder durch Käufe glattgestellt werden muss. Ohne die Möglichkeit von Short Selling wäre jedenfalls ein wesentlicher Druck auf den Schultern unserer Fondsmanager, immer und immer wieder “die Wahrheit” am Markt zu entdecken, wesentlich eingeschränkt.
Porsche hat im ersten Haljahr knapp 7 Milliarden Gewinn gemacht. OK, könnn man denken, vermögende Kunden haben also weiterhin Geld und geben es für gute Autos aus. Fakt ist, das davon 6 Milliarden mit Optionen auf VW Aktien verdient wurden!! Das zeigt recht deutlich, dass auch wir nicht den Kopf in den Sand stecken sollen, nur weil unsere Kunden zur Zeit wenig Bereitschaft zeigen, unseren Empfehlungen zum Einstieg in Aktien und Alternative Investments zu folgen. Man kann schliesslich in diesem Markt ganz vernünftige Gewinne machen, z.B. durch Hedge Fonds und andere Alternative Investments, zumal wir als qualifizierte Kunden selber Zugang zu Informationen haben, den die breite Masse ja nicht hat…
Als Vermögensverwalter fragt man sich, welche Dinge zu beachten wären, die mittlerweile grossen Spreads zwischen den Staatsanleihen im einheitlichen Währungsraum der EU – beispielweise zwischen den zehnjährigen deutschen auf der einen Seite und den griechischen oder italienischen Sätzen auszunutzen. Der Spread zwischen 10 jährigen Italien und 10 jährigen Deutschland sind innert eines Jahres von 30 auf 120 Basispunkte gestiegen.Besonders in den vergangenen Wochen konnte eine Ausweitung beobachtet werden – dahinter steckt doch mehr als die Meinung einiger wenige Akteure am Markt. Mit den steigenden Spreads ist auch ordentlich Bewegung in die Credit-Defaults-Swaps gekommen. Wie also verändern sich nun die Bedingungen für die Refinanzierung der Schulden einzelner Nationen? Man geht doch grundsätzlich von der Stabilität der Staatsfinanzen aus. Nun hat mir ein Kollege so ganz lapidar gesagt, der Euro wäre ja nur ein politisches Projekt, und in Zeiten der Krise wären ökonomische Realitäten – also stark zunehmende Staatsverschuldungen – im Zweifel anderen Euro Teilnehmerländern egal, gelte es doch die eigene Haut zu retten.
und Kapital nicht mehr effizient (z.B. durch Ausleihungen an andere Banken) global zuteilen, dann sind Banken überflüssig wie ein Kropf.
Es ist also an der Zeit, auch Kapitalmärkte zu demokratisieren. Dabei gibt es aus unserer Meinung eine Musterlösung: Der unabhängig agierende, gut ausgebildete und durch Netzwerke effizient verbundene Vermögensverwalter.
Inhaber von Schuldverschreibungen der insolventen US-Investmentbank Lehman Brothers sorgen sich um ihr Geld und da nützen auch Schutzvereinigungen der Kapitalanleger nichts. Mehr als 1000 Anleger hätten sich bei letzteren inzwischen gemeldet. Insgesamt habe Lehman Brothers rund 170 verschiedene Produkte im Gegenwert eines zweistelligen Millionenbetrages alleine in Deutschland emittiert. Man kann nun davon ausgehen, dass die Anleihen und Zertifikate bei Endfälligkeit nicht oder nur unvollständig zurückgezahlt werden. Nun haben viele Beiträge im Investmentberater schon auf die grossartigen Vorteile von Sondervermögen (Fonds) und Fondsgebundenen Lösungen hingewiesen – dass alleine der langfristige wirtschaftliche Nutzen von Assets auschlaggebend ist und wie man sich an diesen direkt und unmittelbar beteiligt. An Anleihen, Zertifikaten und konventionellen Kapitallebensversicherungen sind unsere Kunden eben nur mittelbar beteiligt, Schuldner ist und bleibt eine einzige Unternehmung. Wer sich bei entsprechenden Papieren von Banken und Versicherern jetzt immer noch in Sicherheit wiegt, möchte erkennen, dass er hier “alle Eier in einen Korb legt”. Nun geht es doch darum, günstig und in der Breite Unternehmenswerte zu kaufen, am besten regelmässig. Dafür sollten sich klassische Aktienfonds und Hedgefonds eignen.
Ich möchte hier einmal etwas kritisch aufwerfen: Strukturierte Produkte bieten dem Anleger die Möglichkeit einerseits das Risiko in seinem Portfolio zu vermindern, anderseits aber auch attraktive Renditechancen zu nutzen. Das hört sich ja sehr gut an für den privaten Anleger. Aber wie sieht die Realität aus? Ist die Kostenstruktur des Produkts auch transparent dargestellt? Wie sieht es denn mit dem Risiko genau aus? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette des Kunden aufgeht, oder eben nicht? Dieses sind Fragen, die der Privatinvestor (und sein Berater) sich stellen müssen.
Während Investmentbanken Milliarden von Abschreibungen auf Wertpapierbestände vornehmen müssen kann der in New York ansässige Paulsons Hedge-Fonds im Jahr 2007 sein Vermögen um 590 Prozent steigern. Sein Erfolgsrezept bestand aus Leerverkäufen auf den Abschwung des „ABX-Index”, welcher der Wertentwicklung mit Hypotheken besicherter Zinsanleihen folgt. Des weiteren erwarb Paulson sog. „Credit Default Swaps”, also Swaps auf die in den amerikanischen Kreditmarkt engagierten Banken. Als die Märkte einbrachen schossen diese im Wert nach oben. 3,7 Milliarden US-Dollar Performance-Fee für das abgelaufene Jahr 2007 waren die wohl faire Belohnung für den Fondsmanager, denn die üblichen Verwaltungsgebühren bei vergleichbaren Hedge-Fonds betragen ca. 2 Prozent Fixgebühr und 20 Prozent Gewinnbeteiligung.
Wir haben einmal versucht die „echten” Kosten eines solchen Produkts (Barrier Reverse Convertibles oder Barrier GROI), zurückzurechnen. Schier unmöglich. Selbst unser Mathematik Student musste zahlreiche Annahmen berücksichtigen, die aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt waren, d.h. die Wahrscheinlichkeiten über den Eintritt des “Knock-Out” waren dermassen gross, dass der mit 8% p.a. garantiere Ertrag in allen unseren realistisch erscheinenden Szenarios negativ wurde (weil der Wahrscheinlichkeiten nach die Basiswerte irgendwann einmal unter die Barriere fallen würden). Wir können unseren Kunden nur von diesen (im übrigen mit Vehemenz von Banken vertriebenen) Mogelpaketen abraten. Die Zeitungen sind seit Monaten voll davon – auf Hochglanzanzeigen – und nur schwer erkennbar an so unscheinbar wirkenden Begriffen wie “Barierre” oder “nicht kapitalgeschützt” und “falls…nicht berührt wurde”…man bedenke, eine ganze Werbeseite auf einer überregionalen Zeitung kostet locker mal 50.000 Franken… das bezahlt der Kunde mit. Es sollte unsere Aufgabe als Vermögensverwalter sein, den Kunden vor dieser Provisionstreiberei der Banken zu warnen.
Sondervermögen (Fonds) und damit auch Fondsgebundene Versicherungslösungen – sind unserer Meinung nach am besten geeignet, unsere Kunden über die folgenden Krisen hinweg mit stetigen Investments in eine vermögende Zukunft zu begleiten. Es wird im Rahmen der Kreditkrise mit Sicherheit manche Bank und Versicherung dahinraffen – und hier ist als Vermögensverwalter gut beraten, wer auf die Macht von Sondervermögen hinweisst. Sondervermögen stehen den Kunden diekt und unmitelbar zu, und zwar unabhängig vom Fortbestehen eines Produktinitiators. Es zählen alleine die zu Grunde liegenden (hoffentlich zahlreichen) realen Vermögenswerte. So ist langfristig alleine der wirtschaftliche Nutzen von diesen Vermögenswerten (Assets) auschlaggebend, d.h. Werte, die auch nach Ende aller Kreditkrisen, Währungsreformen und Hyperinflationsraten de facto den Menschen einen Wert gibt.
Nun zählen dazu auch Immobilien und Grundstücke. Doch von uns Laien ausgewählt, stellen politische Entscheidungen (z.B. der Bau einer Autobahn), Mietgesetze, persönliche Umstände (z.B. Scheidung) und der Verlauf von Völkerwanderungen und Geburtenraten erhebliche Risiken dar – da sollte man lieber auf Grundstücke und Immobilien von Unternehmen setzen – mittels Erwerb von Aktien der besitzenden Unternehmen. Bei diesen spielen im Immobilienerwerb eben rein sachliche Gründe eine Rolle.
Ich möchte hier rechtzeitig zur Rückkehr der Bärentage einmal eine Sammlung der Langfriststudien zum Nachweis der Überrendite von Aktien im Vergleich zu Renten beginnen. Ich habe noch Ergebnisse eine alten CS Studie gefunden, mit der ich mal beginne:Die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS), Zürich, hat eine Untersuchung über die langfristige Attraktivität der Aktienanlage vorgelegt. Der untersuchte Zeitraum reichte von 1926 bis 1998. Die Untersuchung bestätigte die Erkenntnis, dass die Aktienanlage langfristig gesehen die höchste Rendite bringt.
Die wichtigste Feststellung ist, dass auch künftig bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren mit Aktien immer die höchste Rendite zu erzielen sein dürfte. Nachgewiesen wird zudem, dass bei einem so langen Zeitraum das Risiko gleich
Null ist. Obwohl die neunziger Jahre eher das Gegenteil beweisen, unterstreicht die Studie jedoch auch, dass mit Aktien nicht das schnelle Geld zu machen ist Dies gilt insbesondere dann, wenn der Anleger kein großes Risiko eingehen will. Die Autoren der Studie betonen, dass der Zeitpunkt des Aktienkaufs eine wichtige Rolle spielt. Der Kauf von Aktien auf dem Tlefstpunkt einer Baisse oder auf dem Höchstpunkt einer Hausse führt langfristig zu sehr großen Vermögensunterschieden. Diversifizierung reduziert grundsätzlich das Risiko.
Dabei legen die CS-Experten wert auf die Feststellung, dass Anleger nicht nur ihr Vermögen auf mehrere Wertpapiere verteilen sollten, sondern auch ihre Käufe im Zeitablauf streuen sollten. Dies bedeutet, dass eine zur Anlage in Aktien bestimmte Summe nie auf einmal investiert werden sollte. Nachgewiesen wird, dass ein voll in Aktien investiertes Portfeuille in der Regel nicht optimal ist. Dies gilt vor allem dann, wenn ein reines Aktienportfolio vorzeitig aufgelöst werden muss. Um das Verlustrisiko zu
reduzieren und Flexibilität zu gewinnen, sollte eine etwas niedrigere Rendite in Kauf genommen werden, empfiehlt Credit Suisse.
Die höchste Rendite war im Untersuchungszeitraum mit US-Aktien zu erzielen.
Dies gilt auch für einen in Schweizer Franken rechnenden Investor. Immerhin sank der Wert des US-Dollars gegenüber der eidgenössischen Währung von Anfang 1926 bis Ende 1998 von 5,17 auf 1,37 sfr. Die zweitbeste Performace erreichten im Langfristvergleich Schweizer Aktien. Aber auch deutsche Aktien schnitten gut ab, insbesondere wenn die hohen Belastungen durch den zweiten Weltkrieg berücksichtigt werden. Die CS-Studie weist nach, dass sich das Rendite-/Risiko-Verhältnis bei
Verteilung des Vermögens auf verschiedene Anlagesegmente verbessert. Wurden z.B. in einem Portfolio mit Schweizer Aktien etwa 30 % durch US-Aktien ausgetauscht, so erhöhte sich nicht nur die Rendite, sondern es konnte zudem auch noch das Risiko vermindert werden.
Ihren Kunden empfiehlt Credit Suisse bei einem Anlagehorizont von bis zu fünf Jahren nur in Nominalwerte zu investieren, da das Risiko einer Aktienanlage zu hoch ist. Bei fünf bis zu zehn Jahren kann der Aktienanteil zwischen 25 und 75 % je nach Risikofähigkeit des Anlegers schwanken. Ab zehn Jahren sollte das Geld voll in Aktien investiert werden, da das Risiko als
überschaubar gilt.