25 November, 2010 – 12:29 by Moralapostel
Beratungsstrategie, ETF und Indexgebundene Anlagen, Ethik, Nachhaltigkeit, Strukturierte Produkte, Vermögensverwaltung, Ökologische Anlagen
Warum jetzt diese provokante These? Ganz einfach. Ein ETF bzw. Indexzertifikat legt fest, bei Anlage der Kundengelder ausschliesslich den zu Grunde liegenden Index zu bedienen – ohne jegliche “menschliche oder analytische” Entscheidung darüber, welche Titel in dem Index erscheinen. Ein Anleger wird bei Einsatz dieser Produkte zum Mittäter, oft ohne eigenes Wissen. Wer also ein Gewissen gegenüber unserer Umwelt, der ökologischen oder gesellschaftlich nachhaltigen Entwicklung hat, sollte sich fragen, ob ein entsprechendes Anlageprodukt in Frage kommen darf. Es ist online mit einigem Aufwand nachlesbar, welche Titel zum Tage der Investition in dem Index enthalten sind. Doch muss erst durch akribisches Nachlesen der Geschäftsberichte der entsprechenden Unternehmen festgestellt werden, ob die Unternehmen sich der ökologisch sozialen Probleme stellen und hierfür sinnvolle Lösungen auch wirklich anbieten. Aber selbst wenn der Anleger, das dürfte die Minderheit sein, durch ihren Berater oder mangels dessen von selbst nicht auf ökologische fahrlässig handelnde Unternehmen im Index stossen, laufen sie Gefahr, Änderungen in der Zusammenstellung des Index ohne Benachrichtigung mit Ihrem Investment mittragen zu müssen. So geschehen zuletzt am Beispiel des SMI, der den Ölpest Verursacher im Golf von Mexico, den Transocean Konzern, aufgrund seiner aus steuerlichen Erwägungen heraus stattfindenden Umsiedlung in die Schweiz aufnehmen musste. Transocean ist einer der Marktführer für die Fortsetzung des nicht absolut kontrollierbaren Bohrens nach Öl in der Tiefsee auf der ganzen Welt.
22 October, 2009 – 7:55 by XYZ Consult
Produktbereiche, Strukturierte Produkte
Ich möchte als Angestellter eines unabhängigen Vermögensverwalters einmal von meinen Erfahrungen mit den sogenannten Beratungs- und Unterstützungsleistungen der sogenannten Intermediärprogramme von Banken berichten.
Vor einiger Zeit wollte mein Vorgänger meine Kunden zu einem Teil in China positionieren und unser Komitee war dazumal übereingekommen, passive Indexinstrumente einzusetzen. Natürlich war ich erstaunt, dass man uns im Gespräch mit dem Custodygeber, einer grossen Bank, nicht die üblichen öffentlich zugelassenen Aktienfonds unter die Nase hielt, sondern ganz entsprechend der Neigung meines Vorgängers tatsächlich ein passives Indexprodukt, eben ein Zertifikat auf den chinesischen Index, angeboten hatte.
Beim Wort „Zertifikat“ hätten ja damals eigentlich schon seine Alarmglocken klingen müssen, denn da haben wir alle ja schon einiges erlebt – doch mein Vorgänger erwähnte, es wäre „Open End“. Nun ist ein Jahr vergangen, wir sind eigentlich recht zufrieden, doch bei einer Analyse fällt mir auf, wieso unser Indexzertifikat stetig deutlich hinter dem HangSeng bzw. HSCEI zurückgeblieben ist.
30 September, 2009 – 14:11 by Grovepepset
Finanzkrise, Strukturierte Produkte, Vermögensverwaltung
oder auf Deutsch: Finanz-Massenvernichtungswaffen. Was meine ich damit? Strukturierte Produkte sehen sich schon wieder im Aufwind. Der Verband für strukturierte Produkte (Schweizerischer Verband für Strukturierte Produkte SVSPV – eine Vertretung der führenden Banken der Schweiz) bläst so auch bereits wieder zum Angriff. Schliesslich habe man ja mit PR Unterstützung ein Kommunikationskonzept entwickelt und neue Transparenz-Kennzahlen aufgestellt. So soll die Unternehmensgrösse (“Qualität”) wieder grösseren Stellenwert bekommen, natürlich ganz im Sinne der Elefanten der Branche. Die definierten Risikokennzahlen werden so auch nur zu einem Benchmark der Black Box innerhalb der Gruppe von Black Boxes. Nur von den aus meiner Sicht einzig und alleine Sinn machenden ehrlichen Vergleichen mit alternativen Finanzprodukten findet man überhaupt nichts. Immerhin ist man bereit, strukturierte Produkte nicht mehr isoliert sondern nur noch im Zusammenhang mit anderen bestehenden Finanzprodukten zu betrachten (Thomas Imhasly, CS in Schweizer Bank 18.9.09). Der Rückkehrschluss alleine lässt mir die Haare im Nacken stehen.
22 June, 2009 – 14:17 by Enkephalos
Einwandbehandlung - leicht gemacht, Finanzkrise, Gesprächstechnik, Strukturierte Produkte
Fonds, Fonds als effizienter Risikoschutz, Schutz von Konkurs einzelner Unternehmen
Folgt man der Finanz und Wirtschaft vom Mittwoch letzter Woche, so sollte es noch enormes Potential für das Fondsgeschäft in der Schweiz geben. Der Grund? Die Schweizer sind statistisch gesehen wahrlich nicht gut aufgeklärt. In einer Umfrage und Studie in Sachen Finanzfragen und Fondswissen geben immerhin 15% der Personen an, Fonds zu besitzen, doch nur 34% halten sich insgesamt für Fortgeschrittene oder Profis.
Besonders chancenreich für Fondsberater dürfte sein, dass 65% der Schweizer Befragten der Meinung waren, dass für den Falle eines Konkurses einer Fondsgesellschaft die Anleger ihr dort investiertes Geld verlieren würden. Das ist, wie sicher die Leser dieser Community wissen, falsch und im Gegenteil, ein ganz entscheidener Vorteil von Fonds gegenüber Zertifikaten und Bankeinlagen. Sichteinlagen, Obligationen oder Zertifikate sind dagegen überhaupt nicht oder nur in einem gewissen Rahmen gegen Konkurse der Initiatoren geschützt. Nur 24% der Befragten wussten, dass Fonds immer ein Sondervermögen darstellen, das nicht in die Konkursmasse fallen kann.
15 March, 2009 – 11:05 by Lunatic
Beratungsstrategie, Der Wert der Unabhängigkeit in der Beratung, Finanzkrise, Strukturierte Produkte
Barrier, Finanzkrise, Kundenberater, Privatbank, Strukturierte Produkte, Unabhängige Beratung
Die Frage, ob es sich für einen vermögenden Kunden eher auszahlt, einen bei einer Privatbank angestellten Berater oder einen bankunabhängigen Berater zu beauftragen, ist mit den Folgend der Krise weitgehend beantwortet worden.
Ende 2007, kurz vor den Auswüchsen der Finanzkrise war oder ist Etienne Bare der Chef des Wealth Management der BNP Paribas Privatbank in Frankreich. Ein typisches Zitat dieser Tage. In einem Interview sagte er”…wir wollen unsere Franchise durch den Zukauf neuer Kunden erweitern und uns um die bestehenden Portfolios kümmern…” Fragt sich, ob sich ein Privatkunde mit Vermögen da so gerne „kaufen lässt”.
Ein unabhängiger Vermögensverwalter jedenfalls kauft keine Kunden, sondern muss sich diese durch qualitative Überzeugungsarbeit erarbeiten. Er kann sich nicht auf dem Brand einer Grossbank ausruhen.
22 December, 2008 – 22:23 by Investmentberater
Alternative Investments, Beratungsstrategie, Finanzkrise, Hedge Fonds, Produktbereiche, Strukturierte Produkte, Vermögensverwaltung
ETF, Fondsgrösse, Fondsvolumen, Indexfonds, Investmentfonds, Sauren, Spezialfonds, Studie
Unter dem Titel „Marktgleichgewicht bei offenen Investmentfonds” hat die Sauren Fonds-Research AG bestätigt, was viele bei der Produktauswahl bereits beherzigen. Die Studie untersucht und beantwortet die Frage, das Fondsanlageerfolg u.a. auch vom Fondsvolumen abhängt, sowie, wie und warum bzw. welche Handelsstrategien in der Theorie abnorme Renditen im Markt erzielen können.
So können offene (long orientierte) Investmentfonds überwiegend keine Mehrwerte über einen Marktdurchschnitt erzielen.
Die Studie zeigt auf, dass es keinesfalls ausreichend ist, einmalig einen Fondsmanager mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten zu identifizieren. Es ist zunächst die Aufgabe, diesen Manager zeitlich vor anderen Marktteilnehmern zu erkennen, da in der Folge mit einem deutlichen Anstieg des verwalteten Volumens zu rechnen ist. Die Möglichkeiten dieses Managers, seine Fähigkeiten unbeschränkt einzusetzen, werden mit zunehmenden Fondsvolumen reduziert. Diese Verminderung der Flexibilität zieht in der Folge steigende Opportunitätskosten nach sich, welche sämtliche möglichen Mehrwerte gegenüber einem Benchmark aufzehren können.
Als Rückschluss aus der Studie erscheinen zwei wesentliche Strategien für die Anlageberatung nützlich:
11 November, 2008 – 13:33 by Lunatic
Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor, Strukturierte Produkte
Bankberater, Nothilfefonds, Zertifikate
Kommt eine ältere Dame in eine amerikanische Bank und will dort ein Zertifikat kaufen und 10.000 CHF investieren:
Dame: “Ist mein Geld bei Ihnen auch sicher?”
Bankberater: “Klar doch!”
Dame: “Und was ist, wenn Sie pleite machen?”
Kassierer: “Dann kommt unser Bankkonzern dafür auf!”
Dame: “Und was, wenn der auch pleite macht?”
Bankberater: “Dann kommt dafür der Nothilfefonds auf!”
Dame: “Und wenn der nicht ausreicht?”
Bankberater: “Dann tritt die Regierung Bush zurück, und das sollte Ihnen nun wirklich die 10.000 CHF wert sein !”
30 October, 2008 – 19:13 by Wealthreporter
Alternative Investments, Der Wert der Unabhängigkeit in der Beratung, Die Presse über Beratung unabhängig von Banken, Einwandbehandlung - leicht gemacht, Gesprächstechnik, Produktbereiche, Strukturierte Produkte
, EBK, SRO, Strukturierte Produkte, Transparenz, uVV
Die neue Superbehörde in der Schweiz, die die Aufsicht von Versicherung und Banken vereinen wird, ist auch verantwortlich für die Selbstregulierungsorganisationen (SRO). Und das ist auch gut so. Denn sonst wäre der Polemik der Bank- und Versicherungslobbyisten in Ihren “Fachzeitschriften” und oberflächlichen bunten Allfinanzbroschüren die Tür geöffnet gewesen. So kann niemand behaupten, eine Bank oder Versicherung würde alleine deshalb “besser” beraten, weil sie strenger geprüft werden würde.
Bestehende strenge Vorschriften von BPV und EBK haben wunderbar darüber hinweg getäuscht, wo die wahren Risiken für Kunden lagen. Schliesslich waren (und sind) Lehmann Zertifikate und generell strukturierte Produkte mit ihren tollen (durch Kleingedrucktes) nicht eingelösten Garantieversprechen ganz überwiegend die intransparente Gelddruckmaschine der Banken(schalter), nicht der unabhängigen Vermögensverwalter und Finanzberater.
18 July, 2008 – 9:06 by Webmakler
Absicherungsstrategien von Vermögen, Beratungsstrategie, Produktbereiche, Strukturierte Produkte, Uncategorized
Barrier, Innerer Wert, Intermediär, Strukturierte Produkte, Transparenz
Strukturierte Produkte bieten dem Vermögensverwalter die Möglichkeit, einerseits ggf. das Risiko in seinem Portfolio zu begrenzen, anderseits aber auch attraktive Renditechancen zu nutzen. Das hört sich ja sehr gut an. Aber wie sieht die Realität aus? Ist die Kostenstruktur des Produkts auch transparent dargestellt? Wie sieht es denn mit dem Risiko genau aus? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette des Kunden aufgeht, oder eben nicht? Dieses sind Fragen, die der Vermögensverwalter sich stellen muss, bevor er seine Trades um ein solches Produkt ergänzt.
Wichtig ist auch hier wie bei allen Investitionsentscheidungen, das der Berater die Strategie, den Anlagehorizont, und das Risiko vorher mit seinem Kunden genau erörtert hat und ihn auf Risiken, z.B. einen Barrier hingewiesen hat. Bei strukturierten Produkten sind die Banken die Emittenten und die haben logischerweise ein grosses Interesse daran diese Produkte zu verkaufen – kein Wunder also, dass sich diese Produkte bei “unabhängigen” Vermögensverwaltern vor allem bei denjenigen finden, die mit einem Intermediär Modell an eine Bank geknebelt sind.
20 June, 2008 – 18:56 by slickrick
Strukturierte Produkte, Vermögensberatung in Bullenmärkten, Vermögensberatung in Bärenmärkten
Barrier, Bonus, Fair Value, Neuemissionen, Strukturierte Produkte, Warren Buffet
Ich möchte hier einmal etwas kritisch aufwerfen: Strukturierte Produkte bieten dem Anleger die Möglichkeit einerseits das Risiko in seinem Portfolio zu vermindern, anderseits aber auch attraktive Renditechancen zu nutzen. Das hört sich ja sehr gut an für den privaten Anleger. Aber wie sieht die Realität aus? Ist die Kostenstruktur des Produkts auch transparent dargestellt? Wie sieht es denn mit dem Risiko genau aus? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette des Kunden aufgeht, oder eben nicht? Dieses sind Fragen, die der Privatinvestor (und sein Berater) sich stellen müssen.