Category Archives: Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor

Fonds können auch unabhängig von Bankinteressen aufgesetzt und erworben werden

Anlagefonds, Fondsanalyse, Fund Services, Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor

Eine wahre Geschichte. Vor genau zwei Jahren – mitten in der laufenden Finanzkrise. Ein Anruf bei einem anderen Vermögensverwalter in der Schweiz.

“Ich habe von diesem Fonds gelesen, klingt spannend für mich, kann ich diesen am Markt erwerben?”

“…ich kann ihnen den im Moment nicht wirklich empfehlen, es ist unser einziger Fonds, er hat knapp -50% zur Zeit”
[demnach kauft man nicht, weil Dinge unterbewertet sind, sondern weil man "ein gutes Gefühl hat...] ??
OHNE WORTE

“Der Fonds ist bei der Bank XYZ aufgelegt, und so kann man den bei jeder Bank kaufen, es lohnt sich nicht, dass ich Ihnen hier Unterlagen zuschicke”.
[demnach nimmt man die Verbundenheit zu einer einzelnen Bank gerne hin; man "hofft" auf deren Loyalität und Willen, diesen Fonds am Markt zu platzieren. Die Unabhängigkeit ist scheinbar egal]
OHNE WORTE

Mit welchen Stars Finanzdienstleister werben

Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor, Savoir-voir et savoir-être

Finanzdienstleistungen sind Produkte, bei denen Vertrauen und Versprechen von Leistungen im Vordergrund stehen. Was hat Beyoncé damit zu tun? Das lösen wir am Schluss dieses Artikels auf. Die Abnehmer von Finanzprodukten sind Kunden, die mit dem technischen Grundgehalt dieser Produkte, den Prozessen und den rechtlichen Inhalten am Liebsten in Ruhe gelassen werden möchten. Nicht anders ist es zu erklären, dass so mancher Disclaimer nur noch Makulatur ist und im Internet “weggedrückt” wird.beyonce3

Im Blickpunkt dagegen stehen Personen aus öffentlichem Interesse. Sportler, Schauspieler, Sänger und andere Prominente. Ihre Augen versprechen nur Gutes. Wer kann da misstrauen? Schliesslich beinflussen Sie vor den Bildschirmen Millionen von Menschen. Leider sind Finanzprodukte nicht so simpel und kurzweilig wie eine gelungene oder misslungene Gesangsdarstellung oder ein gewonnenes Tennismatch. Auch beim Kauf  der von Prominenten (oder ganz normalen Bankangestellten auf Plakaten einiger Grossbanken)beworbenen  Finanzprodukte wundert sich im Nachgang der Finanzkrise so mancher Kunde, mit welchen sagenhaft guten Gründen eine Bank oder Versicherung heute ihre Beratungsversprechen (die eigentlich Verkaufsversprechen waren…)  von 2007 und vorher durch Hinweise auf Kleingedrucktes revidieren können.

Von der Tauschwirtschaft zum Hedgefonds und wieder zurück

Finanzkrise, Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor

Welche Erfahrungen haben wir mit den Konstrukten im Handel von Wertgegenständen / Assets gemacht? Am Anfang war das Feuer. Wer es erfunde hatte, konnte es sicher unmittelbar eintauschen gegen etwas anderes Wertvolles. Vielleicht eine Steinschleuder. Die Probleme in diesem Vorgang waren Sicherheit / Schutz des Gegenstandes (z.B. vor Regen) bzw. des Wissens über seine Anwendung (z.B. durch Vererbung der Kenntnisse).  Schliesslich trat irgendwann das Geld als Zahlungsmittelersatz ins Spiel, dann die Verbriefung. Schliesslich der Handel mit Wertpapieren, die einem versprachen, im Besitz von regelmässig bedienten Schuldverhältnissen zu sein. Und dann stellte sich heraus, das einige gierige Händler zu weit gegangen sind und zu sehr auf ihre elektronischen Risk Management Systeme vertraut haben. Das war auf dem Höhepunkte der Evolution von Kapital und Warenströmen. Es gab kaum einen Ort auf der Welt, der bei Ankündigung einer Ineffizienz nicht unmittelbar einen Investor in Form eines Anlageversprechens fand.

Dann kam der Knall.

Österreichische Silbermünzen – angeblich ein Steuertrick

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Liebe Journalisten der Boulevard Wirtschaftspresse: manchmal denke ich das das eine oder andere Wirtschaftsstudium auch in Pressabteilungen eine gute Anlage gewesen wäre. So schreiben einige Zeitungen und sogar das Privatfernsehen einen Bericht, der nur eines schaffen soll: hohe Zugriffszahlen und Empörung im Winde der Polemik. Was mich ebenso schockiert ist wie so manche Boulevard-finanzierte Blogseite oder Geld-Community ebenso darauf aufspringt (einen Link zu dieser Presse verkneife ich mir hier).

In Österreich gäbe es einen “ganz tollen” Steuertrick, Silbermünzen im Nominalwert von 1,50 Euro über die Grenze zu tragen, obwohl deren Marktwert bei über 10 Euro liegen würde. Diese neue Silbermünze aus Österreich wäre angeblich der Geheimtipp bei deutschen Anlegern: Mit ihr liessen sich große Mengen Schwarzgeld über die Grenze schaffen – der Zoll müsste tatenlos zusehen. Die Nachfrage würde boomen, die Prägeanstalt käme mit der Herstellung kaum hinterher.

Nun mal zu den Fakten:

Michael Jackson und 500 Millionen Dollar Schulden

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Nun ist er tot und hinterlässt eine Menge Schulden, die womöglich seine Vermögenswerte, die nun ggf. zusammenschrumpfen, übersteigen. Schauen wir zuerst seine Vermögensseite an:

Er hat 61 Millionen Alben in den U.S.A verkauft und hatte mit Walt Disney eine Attraktion in Form eines 3-D Films im Themen Park mit dem Namen “Captain EO”.
Sein wahrscheinlich grösster Vermögenswert aber waren die 2001 von ATV erworbenen Beatles-Rechte von 259 von Lennon / McCartney geschriebenen Liedern. Diese erwarb er allerdings mit Hilfe eines $200 Million Darlehen der Bank of America und Verpfändung von 50% seiner Rechte. Und da sind da eben auch noch die Vermarktungsrechte seiner eigenen Songs. Dann gab es die Neverland Ranch, die auch als Sicherheit für Darlehen verpfändet wurde. Zuletzt stand diese leer, der King of Pop wohnte ja schon einige Zeit in einer anderen grossen Villa. Seine finanzielle Situation verschlechterte sich zusehends.

Finanzsachbearbeiterin von Nationale Suisse wegen Facebook gekündigt

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Es ist schon bedauerlich, welche Kurzsichtigkeit so mancher Finanzdienstleister an den Tag legt, wenn es um Mitarbeiter geht, die mit neuer Technologie arbeiten. Ich habe mich jedenfalls entschlossen, hier auf dem Investmentberater öfter derartiges an den Pranger zustellen, um meine positiven Erfahrungen mit Web 2.0 zu berichten. Die Macht der neuen Medien und des Web 2.0 wird immer noch von vielen Firmenchefs als Bedrohung denn als Chance gesehen. Der zufriedene Mitarbeiter, der mit seinem Namen und seinem Schaffen im Zeitraum 24/7 für seine Firma spricht, ja sogar unentgeltlich in seiner Freizeit mitunter für die Idee der Firma wirbt, wird nicht gewürdigt. Im Gegenteil, Gerade viele Banken und Versicherer, die im Wesentlichen Ihre Wertschöpfung aus der Ware “Information” ziehen, verbieten gleichzeitig Ihren Mitarbeitern die Nutzung von Web Communities am Arbeitsplatz. Und in diesem konkreten Fall nun auch zu Hause.

Widmer-Schlumpf will das Bankgeheimnis aufweichen?

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Nicht nur unserer Meinung nach ist Steuerhinterziehung definitiv kein Steuerbetrug. Auch keine GROBE Steuerhinterziehung, da dieser Begriff nie klar definiert werden kann und immer dem subjektiven Ermessensurteil der Executive unterliegen wird. Nicht nur die Rechtsprechung, das internationale Verständnis hierzu sondern auch der gemeine Menschverstand gibt hier klare Antworten. So ist das Steuerrecht in vielen Ländern, aber besonders in den deutschsprachigen Ländern derart kompliziert, das mit Sicherheit JEDER Bürger unwissentlich mindestens einmal seinen Fiskus völlig unwissentlich betrogen hat! Nehmen wir die das besonders markante Beispiel der Spekulationssteuer auf Kursgewinne, das zum Glück in Deutschland endlich ein wenig entschärft wurde. Wir behaupten, fast kein Betroffener, Steuerberater ausgenommen, hat diese Fristen in der Vergangenheit korrekt abgewickelt und in seiner Steuererklärung richtig berücksichtigt. Wer schützt nun Tante Erna, die eine BMW Aktie vor Schreck einer Wirtschaftskrise mit Gewinn rechtzeitig mit Gewinn kurz nach Kauf veräussert, diese dann wieder kauft und schliesslich kurzfristig mit Verlust verkauft. Bleibt Ihr Gewinn aus der ersten Aktion unberücksichtigt, könnte so mancher zu recht behaupten, das sei ja GROBE Steuerhinterziehung…Und Oma damit im Gefängnis! Den Unterschied zwischen Hinterziehen und Betrügen hat die Schweiz jahrzehntelang durch dick und dünn zu Recht verteidigt – Oma hätte sich bei Anlage Ihres Geldes in der Schweiz nicht als Verbrecherin fühlen müssen. Sie hätte Ihre Dividende in Ihrer Steuererklärung deklariert und versteuert – ohne dass der Staat (oder wer sich auch immer in Form einer Person dahinter verbirgt!) – sich auf Ihren Konten umschaut und diese Informationen benutzt oder nicht.

Hilft unabhängige Beratung, unser Bankgeheimnis zu sichern?

Der Wert der Unabhängigkeit in der Beratung, Die Presse über Beratung unabhängig von Banken, Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor , ,

Eine grosse schweizer Bank ;-) stimmte nach Angaben der US-Justiz einer Zahlung von insgesamt 780 Millionen Dollar zu um die Beihilfe bei insgesamt 20 Milliarden Dollar, die wohlhabende US-Bürger vor dem Fiskus in die Schweiz geschaffen hatten, zu bestrafen.

Was m.E. aber noch viel schwerer wiegt, ist die Tatsache, dass die schweizerische Finanzaufsicht FINMA die Bank gezwungen hatte, den US-Behörden die Namen der Kontoinhaber zu nennen. Das Bankgeheimnis bliebe aber “intakt.”

Nur so eine Überlegung: wenn diese Bank nun nur das Custody für die Depots gemacht hätte, die ein Kunde bei einem bankunabhängigen Vermögensverwalter verwalten liesse – so hätte die Erpressung doch wohl nicht stattgefunden. Es wird Zeit, endlich eine starke Lobby für die UNABHÄNGIGE Finanz- und Vermögensverwaltung zu bilden! Es lebe der Markt! Andere Meinungen?

Kommt eine ältere Dame in eine amerikanische Bank…

Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor, Strukturierte Produkte , ,

Kommt eine ältere Dame in eine amerikanische Bank und will dort ein Zertifikat kaufen und 10.000 CHF investieren:
Dame: “Ist mein Geld bei Ihnen auch sicher?”
Bankberater: “Klar doch!”
Dame: “Und was ist, wenn Sie pleite machen?”
Kassierer: “Dann kommt unser Bankkonzern dafür auf!”
Dame: “Und was, wenn der auch pleite macht?”
Bankberater: “Dann kommt dafür der Nothilfefonds auf!”
Dame: “Und wenn der nicht ausreicht?”
Bankberater: “Dann tritt die Regierung Bush zurück, und das sollte Ihnen nun wirklich die 10.000 CHF wert sein !”

Kundenunfreundliche Regelungen bei den Marktführern

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In Deutschland kommt es vor, dass bei Übergang einer Kundenbetreuung durch neu vorgelegten Maklerauftrag Folgeprovisionen in Fondsgebundenen Lebensversicherungen nicht, wie man vermuten würde, auf den neuen Vertrieb übertragen werden, sondern beim ursprünglichen Verkäufer bleiben. Besonders die grossen Vertriebe wie AWD, DVAG und MLP aber auch eine Allianz oder Heidelberger Leben setzen hier Ihre Macht durch.

Klar das das nicht im Sinne der Endkunden ist – wie laufen diese Dinge in der Schweiz?  

Gegen diesen kundenunfreundlichen Vorgehensweisen sollten wir als unabhängige Finanzberater angehen und so bitte ich die Leser um Mithilfe sich dafür stark zu machen, daß der Kunde entscheiden darf, von wem er betreut wird und wem die Bestandsprovisionen zufließen.