Category Archives: Die Presse über Beratung unabhängig von Banken

Start-up als Vermögensverwalter (SRO) (letzte) Folge IV

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[Trigami-Review]

Soziales und Organisatorisches

Eine eigenes, hochwertig und funktional eingerichtetes Büro dürfte klar sein. Doch als Selbständiger ist der Vermögensverwalter oft Einzelkämpfer bzw. muss sich und ggf. sein Team selbst motivieren. So fehlt ihm oft der Austausch mit Kollegen in einer ähnlichen Situation. Zum Beispiel wenn neue Produkte auf den Markt kommen oder sich neue Trends ergeben. Deshalb ist der Kontakt zu anderen externen Vermögensverwaltern und Finanzdienstleistern notwendig, so dass Informationsaustausch und gegenseitige Empfehlungen gewährleistet werden. Auch vor diesem Hintergrund macht eine Mitgliedschaft in einem Pool mit unabhängigen Vermögensverwaltern Sinn.

Da auch bei der Firmengründung viele rechtliche Aspekte beachtet werden müssen, ist auch eine qualifizierte Rechts- und Steuerberatung erforderlich. Diese Expertise ist notwendig, wenn es um Fragen wie Existenzgründung, Finanzierung des Unternehmensaufbaus und Steueroptimierung der Kunden und auch der eigenen Situation geht. Diese Expertise sollte ein Treuhandexperten liefern, idealerweise ein Unternehmen mit spezieller Expertise in Finanzdienstleistungen. Eine gute Fundstelle für eine Vielzahl wichtiger Experten findet sich z.B. in dieser Linksammlung: http://www.2wid.net/Wirtschaft/Beschaeftigung/Existenzgruendung-Startup/kt690.php

Start-up als Vermögensverwalter (SRO) Folge III

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Start-up Marketing Konzept

Wenn der externe Vermögensverwalter sich selbständig machen will muss er ein klares Konzept haben, wie er gegenüber dem Endkunden auftritt und wie er die Vielfalt und Qualität seines Dienstleistungsangebots gewährleisten will.

Alleine die gelegentliche Weiterempfehlung durch zufriedene Kunden ist unzureichend. So ist z.B. ein effizienter interaktiv gestalteter Webauftritt unabdingbar. Durch einen modernen Webauftritt mit Aussagen zum Mehrwert (Leistungsversprechen) und Visualisierungen von physikalischen Beweisen (Vertrauensbeweis) hat der Vermögensverwalter die Möglichkeit den Wegfall der (in der Vergangenheit) mächtigen Marke einer Bank zu überkompensieren. Nun gilt es, durch wertvolle Informationen, Podcasts, Newsletter und ein CRM, seinen bestehenden Kundenstamm stärker an sich zu binden, aber gleichzeitig auch neue Kunden zu gewinnen.

Wie wird der Vermögensverwalter gefunden? In der Vielzahl der elektronischen Telefonbücher zu erscheinen, ist allenfalls ein Hinweis auf die Existenz des Beraters im Markt, aber leider auch ein Hinweis auf eine fehlende Webseite / Professionalität im Auftritt.

Start-up als Vermögensverwalter (SRO) Folge II

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Bankunabhängige Vermögensverwalter

Daraus resultierend hat sich seit einigen Jahren eine Klasse von bewusst bankunabhängigen Vermögensverwaltern gebildet, die Kundendepots von Grossbanken auf Handelsbanken oder Fondsdepots übertragen, die überhaupt kein Endkundengeschäft machen.

Nur mit solchen Partnern steigert der Vermögensverwalter seinen faktischen Bestandsschutz, denn vertraglicher Bestandschutz ist oft nicht mehr wert als ein Lippenbekenntnis, da dieser kaum effizient überprüft werden kann.

Registrierung

Ein Vermögensverwalter, der sich von einer Bank selbstständig machen will, wird mit vielen Herausforderungen konfrontiert. In seiner neuen Rolle als selbständiger Unternehmer muss er zunächst Mut, Ehrgeiz und Übersicht besitzen. Eine der Dinge auf die der unhabhängige Vermögensverwalter beachten muss, ist die Registrierung bei einer anerkannten Selbsregulierungsorganisation (SRO). Ohne diesen Anschluss an diese Organisation und die Einhaltung bestimmter Pflichten darf der Vermögensverwalter in der Schweiz nicht tätig werden.

Start-up als Vermögensverwalter (SRO) Folge I

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Das Volumen an Geldern der unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz ist in den letzten Jahren signifikant gestiegen. Zwischen 2004 und 2006 wuchs das betreute Vermögen durchschnittlich jährlich um 17,5 % und stieg auf 690 CHF Milliarden. Aber was ist eigentlich ein Vermögensverwalter und wie wird man unabhängiger Vermögensverwalter?

Selbstverständnis

Ein Vermögensverwalter bei einer Bank verwaltet das Vermögen seiner Kunden und berät sie in Finanzfragen. Ein unhabhängiger Vermögensverwalter auf der anderen Seite hat i.d.R. für eine Bank gearbeitet oder als Finanzberater beruflich Erfahrungen gesammelt und hat sich nach dem Aufbau langjähriger Kundenbeziehungen selbstständig gemacht.

Der Vorteil des unabhängigen Vermögensverwalters ist grundsätzlich, dass dieser bei der Wahl seiner Produkte, dem (be)folgen von Analystenmeinungen und bei seinen Anlageentscheidungen bzw. Empfehlungen völlig uneingeschränkt ist. Er ist also nicht durch Weisungen seines Arbeitgebers verpflichtet, die Produkte bestimmter Anbieter verkaufen zu müssen. Nun wird uns schon heute fast jeder Banker sagen, seine Bank würde auch Produkte anderer Banken anbieten können. Fakt ist jedoch, dass jede auch noch so „unabhängig” daher kommende Bank klare Vorgaben an Ihre Angestellten hinsichtlich zu verkaufender Produktart und zu erreichender Verkaufsziele aufstellt.

Auch in Deutschland sind 60 Prozent bereit die Bank zu wechseln

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Eine Umfrage bei Bankkunden ergibt, dass Transparenz und Fairness die wichtigsten Anforderungen sind

Im Auftrag einer Bank hat die puls Marktforschungs GmbH eine Umfrage unter potenziellen Interessenten der deutschen Bank durchgeführt, um deren Wechselbereitschaft und Wechselmotive herauszufinden. Demnach sind 60 Prozent der Befragten bereit, ihre Bank zu wechseln, wenn ihnen ein entsprechend attraktives Angebot vorgelegt wird. Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit werden dabei als entscheidende Kriterien für die Auswahl eines neuen Finanzinstituts genannt. An zweiter Stelle folgen günstige und niedrige Gebühren sowie ein faires Preis-/Leistungsverhältnis. Die persönliche Beratung und das Vertrauen zum Kundenberater folgen an dritter Stelle. Eine Bank punktet dabei insbesondere mit einem fairen und transparenten Gebührenmodell. Auch wenn eine Reihe von Interessenten frustriert von ihren jetzigen Banken sind, überwiegt das Lust-Prinzip, wenn es darum geht, die Bank zu wechseln.  Innovative Geschäftsmodelle machen offenbar viele potenziellen Kunden neugierig.

Krise stärkt Honorarberater

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Die Krise hinterlässt ihre Spuren: Immer mehr Anleger sind verunsichert und engagieren unabhängige Geldverwalter. Gleichzeitig verlassen immer mehr Berater ihre Arbeitgeber, weil sie umsatzgetriebene Verkaufsaktionen nicht länger verantworten wollen.

Die Kreditkrise hinterlässt Spuren in der Beratung: Anleger wandern nach dem Debakel mit verlustreichen Kreditpapieren zu unabhängigen Verwaltern ab. Parallel dazu geben manche Berater ihrem bisherigen Arbeitgeber den Laufpass, weil sie umsatzgetriebene Verkaufsaktionen nicht länger verantworten wollen. “Beides stärkt den Trend zur Honorarberatung”, sagt Dieter Rauch, Leiter des Verbund deutscher Honorarberater (VdH).

Traditionell findet Anlageberatung in den Banken statt, deren Einkünfte an den Verkauf gekoppelt sind. Honorarberatung soll diesen Fehlanreiz ausschalten: Der Kunde zahlt einen Stundensatz wie beim Rechtsanwalt und eine transparente Gebühr für die laufende und neutrale Betreuung (siehe “Die neue Idee”).

Kundenorientierung bei Banken und Versicherungen

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Ein wirklich gelungener Artikel – den sollten sich Vermögensverwalter einmal zu Herzen nehmen, um die Dinge besser machen zu können ;-) Hier lesen.

Wie schneiden Banken beim Test der Anlageberatung ab?

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Vor knapp 8 Jahren gab es einmal eine Analyse der Stiftung Warentest in Deutschland zum Thema Qualität in der Anlageberatung. Mich würde einmal interessieren, ob die ähnliche Sachverhalte erneut geprüft haben, oder ob es zu dem Thema in anderen Publikationen etwas gab. Spannend dürfte auch sein, ob im Licht von MIFIT solche Sachverhalte überhaupt noch denkbar sind…”…Die Testkunden im Alter von 20 bis 40 ließen sich zur Altersvorsorge beraten. Sie waren ledig, kinderlos und verfügten insgesamt über ein Anlagevermögen von 63 000 Mark. Davon waren 25 000 Mark angelegt in einem chinesischen Aktienfonds. Der Kunde zahlte zudem monatlich 300 Mark ein. 18 000 DM lagen auf einem Sparkonto, weitere 20 000 Mark aus einer fälligen Bundesanleihe waren auf dem Girokonto zwischengeparkt. Insgesamt standen also 38 000 DM zur sofortigen Anlage bereit. 8 000 DM sollten nach Wunsch des Kunden jederzeit verfügbar sein.Dieses Anlagevolumen war offenbar nicht mehr groß genug, um die seriöse Beratung von Seiten vieler Banken zu gewährleisten. Zu den häufigsten Mängeln in der Beratung zählten, dass Kredite oder sonstige Schulden nicht erfragt wurden (95% der Testfälle) und dass weder nach vorhandenen Geldanlagen noch nach Erfahrungen mit Wertpapieren gefragt wurde (35% der Fälle). Die Berater versäumten außerdem, sich nach der Risikobereitschaft der Testperson zu erkundigen (27%) und den Anlagehorizont abzufragen (19%). Häufig wurden nicht einmal die wichtigsten Kundendaten, wie verfügbares Einkommen und sonstige Verpflichtungen erfasst. Zu dem risikoreichen China-Fonds, bei dem die Finanzinstitute nach Ansicht der Warentest-Experten zu einem deutlichen Abbau hätten raten müssen, hätten die Berater oft keine Auskunft geben können. Die riskante Schieflage des Musterdepots sei entweder nicht erkannt oder nicht thematisiert worden. Vor konkreten Empfehlungen hätten die Berater zurückgescheut. (…)”Anmerkung: Aus dem Chinafonds dürften bis heute über 30000 DM geworden sein, liebe Stiftung Warentest… Also, wer kann von ähnlichen Untersuchungen in der Presse berichten?