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In vielen Zeitungsartikeln werden alle Hedge-Fonds Strategien über einen Kamm geschert. Den Fonds wird oft in polemischer Weise vorgeworfen, eine wesentliche Schuld an der Finanzkrise zu haben. Hierzu gibt es zwei Ebenen, das zu widerlegen: die echten Gründe für die Krise und die Anlegersicht
Die Finanzkrise nun den Hedgefonds in die Schuhe zu schieben, widerspricht allen Ergebnisses der Aufarbeitung der Krise. Die übermässige Verschuldung der US Gesellschaft und Staat war schon seit Jahren ein Fakt – und die Korrektur hätte früher oder später kommen müssen. Übermässige und mittlerweile allgemein als bremsend für die Entwicklung von Volkswirtschaften betrachtete US Regulierungen wie Sabanne Oxley haben nicht geholfen, im Gegenteil, die beteiligten Gesellschaften wogen sich in (falscher) Sicherheit.
Finanzdienstleister haben in der Krise generell viel an Vertrauen verloren. Jüngst standen sogar schon Sparkassen, die bislang mit Ihren Spareinlagen als solide und verlässlich galten, unter dem Verdacht, ihr Eigenkapital durch einen hohen Bedarf an Abschreibungen riskiert zu haben. Es ist jetzt wichtig, aus den vergangenen Jahren zu lernen. Ein „Business as usual” oder womöglich eine Rückbesinnung auf simplere Bankprodukte wären gefährliche Strategien. Gerade jetzt sollten Anleger überlegen, wie Geld noch breiter nicht nur in Anlagetitel, sondern auch in Anlagekategorien diversifiziert werden kann. Dazu gehören auch alternative Anlagen. Das geht nur mit offener sachlicher Kommunikation und der Auseinandersetzung mit Information aus diesem Bereich. Ein von Banken unabhängiger Ansprechpartner können sogenannte Gatekeeper von Alternativen Fonds sein, die man bei unabhängigen Vermögensverwaltern oder in Produktepools findet. Sie sind i.d.R. fachkundig und können den Kommunikationsprozess engagiert begleiten und mitgestalten. Zu gleicher Zeit liefern sie erpropte Vorgehensweisen für glaubwürdige Inhalte und tragfähige Perspektiven in der Neugestaltung von Portfolios.
In einer Umfrage vom CFA Institute glauben immerhin fast drei Viertel (73 Prozent) der Teilnehmer einer Umfrage für Privatanleger und Geschäftskunden dass das Produktangebot eher durch Provisionsstrukturen als durch die Ausrichtung am tatsächlichen Bedarf des Kunden bestimmt ist. Das CFA Institute ist ein Berufsverband für Finanzanalysten und Investmentexperten.
Immerhin sagen 78 Prozent der Teilnehmer es wäre notwendig, die Eignung bestimmter Anlageprodukte für Kunden einmal zu überprüfen. Dabei wurden am häufigsten die Produktgruppen Hedge-Fonds (61 Prozent), Hedge-Dachfonds (60 Prozent) und strukturierte Anlageprodukte (56 Prozent) genannt. Bemerkenswert finden wir, denn sogenannte staatlich geprüfte Fonds wie zum Beispiel öffentlich zugelassene Aktienfonds, die im Gegensatz zu alternativen Anlagen in 2008 bis über 50% Wertverlust notierten, man für weniger prüfungsrelevant hielt. Allerdings lagen die Hauptursachen, die die CFA-Mitglieder zu dieser Einschätzung veranlassen vor allem im Liquiditätsrisiko (80 Prozent), im Kontrahentenrisiko (63 Prozent) und nur zu 46 Prozent im Investitionsrisiko. Gerade Letzteres ist aber genau der kritische Punkt, den auch Anleger von Ihren Beratern erwarten. Berater sind also aufgefordert, sich der unterschiedlichen Korrelationen der empfohlenen Fonds zu klassischen Marktanlagen genauer anzusehen. Wie stark ist also ein Kundenportfolio von den Entwicklungen am Kapitalmarkt direkt und unmittelbar abhängig und wie liesse sich diese Abhängigkeit allenfalls reduzieren?
Bei der Hypothekarverschuldung weist die Schweiz einen weltweiten Rekordwert von 110 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus (Ende 2007 mit CHF 565 Mrd). Einen höheren Wert kennt man nur aus Island, das heute schwer unter seiner Schuldenlast leidet. Selbst in der Subprime-Land USA macht die gesamte Hypothekarschuld nur 80 Prozent des BIP aus, ist dafür aber vor allem auch im Konsumbereich pro Kopf stark verschuldet.
Natürlich gibt jeder in der Schweiz vorderhand eine Entwarnung, aus 4 Gründen. Doch werden diese Gründe in Zeiten der Finanzkrise immer schwächer und können sich einmal zum Negativen wenden.
FISECO ADVERTORIAL Die tausenden in der Schweiz öffentlich zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds haben in 2008 bekanntlich grosse Verluste für die Kunden eingefahren, dabei war es egal, ob es Renten- oder Aktienfonds waren, die Verluste betrugen zwischen einigen wenigen und teilweise bis zu 60%. Das alles geschah unter der vermeintlich sicheren Aufsicht der FINMA. Die gleiche Behörde hat erfolgreich verhindert, das zahlreiche alternative Fonds für den Vertrieb in der Schweiz zugelassen wurden, da diese im Ausland registriert sind oder den langwierigen und teuren Hindernisweg “Zulassungsantrag” gescheut haben. Und gerade diese Fonds haben aufgrund ihrer im Vergleich zur Schweiz liberaleren Aufsicht in ihren Heimatländern in 2008 vergleichsweise gut abgeschlossen. So konnte die Mehrheit dieser Fonds auch bei fallenden Märkten gezielt Gewinne machen oder besondere Assetklassen führen. Zu solchen Fonds haben Sie hierzulande allerdings nur als „qualifizierter Anleger“ einen Zugang.
Erschütternd wie der grosse Zustrom von Geldern im Rahmen der Finanzkrise u.a. zu den Raiffeisenkassen zustande gekommen ist. Was hat Raiffeisen daraus gemacht? Man kann deren neue Kunden nur vor den mangelden Beratungskapazitäten in Bezug auf die Depotführung warnen. Geht man z.B. als Anleger auf die seit geraumer Zeit starren Anlageempfehlungen der Bank , so könnte man meinen, es gäbe eigentlich nur 5 Typen von Anlagestrategien, die für einen Anleger in Frage kämen: Sicherheit, Einkommen, Ausgewogen, Wachstum und Aktien. Prompt erhält man dann auch den Anlagevorschlag vom Computer, individuelle Betrachtungsweisen fehlen hier genauso wie der Hinweis, welchen Wert Alternative Anlageprodukte zu Erfolg und Stabilität einer Gesamtallokation beitragen können. Immerhin ist man so fair dem Kunden deutlich zu machen, dass man mit den Raiffeisen Vorschlägen in der Vergangenheit wunderbar Geld vernichten konnte. Und dabei dürften diesen Darstellungen noch beschönigt worden sein, da diese Strategien im Wissen um die Vergangenheit erstellt wurden. Wer also ausgewogen oder gar in Aktien anlegte, verlor über knapp zwei Jahre zwischen 20 % und 50% seines Vermögens. Die völlig unzureichende Ausstattung mit 2.5% des Depotwertes in einem Dachhedgefonds, der stabilisierend mit seinen schwachen knapp 10% Verlust in 2008 das katastrophale Ergebnis kaum zu vermindern vermochte, spricht ebenfalls Bände. Wir schätzen uns glücklich, dass uns zudem die sicherheitsorientierten Depotvorschläge ab Oktober 2008 erspart geblieben sind, wahrscheinlich wurde der Verlust zu hoch um ihn auf der Webseite noch darstellen zu wollen.
Diese Diskussion ist sicher nicht neu, aber vor dem Hintergrund der Finanzkrise und vor allem enttäuschenden Ergebnissen der Elefanten unter den Hedgefonds und der herausragenden Ergebnisse kleinere Fonds möchte ich hier eine Lanze für die Hedgefonds Boutiquen und dem puren Alpha brechen. Das das in der Schweiz, die 30% (!!!) des globalen (!!) Fund of Hedge Fund Marktes (FoHF) ausmacht aber fast keine Single Hedge Fonds kennt bei Anbietern und vor allem Banken nicht gut ankommt, kommt nicht von Ungefähr. Es war schon müssig, wenn man sich mit einem Offering Memorandum und Due Dilligence jedes einzelnen Hedgefonds auseinandersetzen musste. Da griff der bequeme Bankberater gerne auf das Versprechen der FoHF Manager und Compliance Manager zurück, Ihre Expertise bei der Fondsauswahl sei über alle Zweifel erhaben. Aber zuerst einmal einen Schritt zurück. Vereinfacht interpretiert kann man sagen:
Jetzt ist es soweit: Christopher Flower fordert einen hohen Preis für seine Aktien und lehnt weiterhin die Verstaatlichung der HRE ab. Mit 21.7% hält Flowers einen Grossteil der Aktien an der HRE. Auch Vermögensverwalter sollten sich fragen, ob sie ihren Kunden das drohende Risiko einer Enteignung von Ersparnissen und Anlagen zumuten wollen. Jedenfalls ist diese Totalausfallrisiko unserer Meinung nach in keinster Weise in Aktienportfolios eingepreist. Mittlerweile gibt es allerdings zwei Rechtsgutachten, die erhebliche Bedenken gegen die drohende Enteignung ergeben hätten. Die Klage gegen die Verstaatlichung ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Bleibt die Frage, ob wir damit eine weitere Schädigung der ohnehin stark belasteten Aktionärskultur sehen werden. So empfehlen die Fondsspezialisten vom Brokerage Pool in einem Artikel bereits eine wesentliche Verschiebung der Anlageinteressen hin zu alternative Anlageprodukte, d.h. der generelle Verzicht auf die Investition in Aktien, Bonds und sieht grosse Chancen in Werten, die vertraglich einwandfrei ein Gewinnpotential nur und ausschliesslich dem Auftraggeber zustehen, z.B. Wind- und Bioernte, Eigentum an Lebensversicherungspolicen, Wettereinschätzungen oder Rohstoffe.
Vor Kurzem wurde in Portfolio International berichtet, dass der Quartalsbeginn 2009 der Fondsbranche miserabel verlaufen ist. Auch wir konnten in unseren letzten Umfragen im Vergleich zum vergangenen Jahresquartal ein völlig neues Schema von Käufer- und Verkäuferverhalten bei Fonds feststellen. Das Band und die Vertrauensbeziehung zwischen Intermediär und Fondsgesellschaft ist in vielen Fällen völlig zerschnitten worden. Das Problem der letzten Jahre war ja nicht (nur), dass Anlagekunden die Vehikel der vor allen von Banken vertriebenen Produkte nicht verstanden haben, sondern dass die beratende Person selber oft nicht in der Lage war, wesentliche Merkmale und Zusammenhänge zu erkennen und Mehrwerte von Fonds gegen
Das anliegende Video (leider in Englisch) ist nicht nur eine gute Erläuterung der Kreditkrise, sondern zeigt auch deutlich den Teufelskreis auf, in den ich mit einer kreditfinanzierten Immobilie komme. Die im Moment fantastisch niedrigen Zinsen sollten niemanden blenden – bis sich das System beruhigt hat empfehlen wir jedenfalls Alternative Investments. The Crisis of Credit Visualized from Jonathan Jarvis on Vimeo.