20 May, 2010 – 15:16 by Zurichadvise
Anlagefonds, Fondsanalyse, Fund Services, Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor
Eine wahre Geschichte. Vor genau zwei Jahren – mitten in der laufenden Finanzkrise. Ein Anruf bei einem anderen Vermögensverwalter in der Schweiz.
“Ich habe von diesem Fonds gelesen, klingt spannend für mich, kann ich diesen am Markt erwerben?”
“…ich kann ihnen den im Moment nicht wirklich empfehlen, es ist unser einziger Fonds, er hat knapp -50% zur Zeit”
[demnach kauft man nicht, weil Dinge unterbewertet sind, sondern weil man "ein gutes Gefühl hat...] ??
OHNE WORTE
“Der Fonds ist bei der Bank XYZ aufgelegt, und so kann man den bei jeder Bank kaufen, es lohnt sich nicht, dass ich Ihnen hier Unterlagen zuschicke”.
[demnach nimmt man die Verbundenheit zu einer einzelnen Bank gerne hin; man "hofft" auf deren Loyalität und Willen, diesen Fonds am Markt zu platzieren. Die Unabhängigkeit ist scheinbar egal]
OHNE WORTE
27 April, 2010 – 10:48 by Wealthmanager
Anlagefonds, Fonds, Fondsanalyse, Fondsstandorte, Fund Services, Hedge Fonds
Holla, so kann man sich irren. Bisher dachte ich, das Schweizer Sentiment stünde für ein hohes Level an Misstrauen gegenüber innovativen und ausländischen Lösungen. In der Folge war es auch nachvollziehbar zu verstehen, dass schweizer Investoren mit Sicherheit in der Gruppe der besonders konservativ allozierenden Anleger wären. Skeptisch wurde ich dann, als mir über die Jahre immer mehr bewusst wurde, dass immerhin die Anlage in Funds of Hedgefunds, einer in weiten Teilen Europas immer noch mit Skepsis begegneten Anlageform, zu nahezu 30% des Weltmarktanteils (!) aus der Schweiz heraus geführt wird. Die Finanz und Wirtschaft www.fuw.ch fand vor Kurzem auch in einer Umfrage mit ihren Lesern heraus, dass nur für 15% die gesicherte Rendite, für 44% aber das Kursgewinnpotential und für 41% die Gewichtung beider Elemente eine entscheidende Rolle im Aktienkauf spielen würden. So ist es auch gut zu verstehen, dass heute zunehmend progressive Unternehmen am schweizer Finanzmarkt wachsen, z.B. die ACOLIN Fund Services mit öffentlichen, aber wenig bekannten Long Fund Investments, der Brokerage Pool mit alternativen Single Fund Investments und generell der Marktanteil der unabhängigen Vermögensverwalter.
5 February, 2010 – 7:45 by Portfoliomaster
Anlagefonds, Fonds, Fund Services, Marketing in der Vermögensverwaltung
Einige neue Namen tauchen auf der Fondsmesse in Zürich auf. Man könnte meinen, der Verzicht einiger grosser Fondsgesellschaften in der Folge schwieriger Jahre die erzielten schlechten Ergebnisse nicht persönlich zu kommentieren öffnet nun das Feld für einige Nischenplayer im Markt. Auffällig ist, dass diese sich zunehmend für Partnerschaften zusammenschliessen oder – wie im Falle der Fortune Fund Services Plattform – sich an deren Messestand hängen und auch von dem Kontaktnetz der FORTUNE partizipieren. Den bankenunabhängig beratenden eVV oder Fondsberater kann das nur Recht sein – schliesslich erhalten diese auf solche Weise Zugang zu den konzernunabhängigen Lösungen von Spezialanbietern, die anderenfalls kaum identifiziert werden könnten.
Aber auch Analysten der grossen Fondsportfolios mit offener Architektur dürften auf ihre Kosten kommen. Für den Fondsanalyst ist es ein Segen, dass er auf der Messe diese Vertreter der weniger bekannten Brands persönlich an einem Ort treffen kann. So findet er bei FORTUNE einen All-In Fund Services Provider, der auf der Messe gleich mehrere seiner Partner in den Vordergrund stellt: die Mcquarie Funds Group (v.a. Emerging Markets), Skagen mit norwegischem Fokus, Kapitalfonds L.K. mit Family Office Ansatz und die holländische Kempen Capital mit Fonds aus den Bereichen Immobilien, Small Caps und Industrieobligationen. Schliesslich noch die Investments von FFS / LB (Swiss) – hier wird mit dem 4 Elements Fund ein interessantes Konzept mit rotem Faden umgesetzt – Megatrends rund um die 4 Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer und dem Fokus auf nachhaltigem Investment in Form der Selektion von Lösungsanbietern im Umweltbereich. Bemerkenswert wie diese Fonds die schwierigen Jahre 2008 und 2009 gemeistert haben – zeigen sie doch auf, dass der Fondsmanager seit Handwerk versteht und die Indizes als Benchmark schlagen konnte.