Category Archives: Finanzkrise

Krise hin oder her – stimmt die Altersvorsorge?

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Unsere Lebensstile werden immer “gesünder” und medizinische Fortschritte bringen Pensionären heute eine höhere Lebenserwartung. Man bedenke: Ein Junge der in 1940 geboren wurde, hatte eine Lebenserwartung von 61.4 Jahren. Heute, als 65jähriger Mann, ist die Lebenserwartung „dieses” Jungen bereits bei 76.9 Jahren.Bei den Frauen waren es 65.7 Jahre an Lebenserwartung in 1940 und heute sind es 78.4 Jahre. Und, ein weibliches Baby das heute geboren wird, hat eine Eins zu Zwei Chance einmal seinen 100sten Geburtstag feiern zu dürfen!

Wie kann das sein?

Zunächst berücksichtigt das statistisch erwartete Lebensalter jede Person bei Geburt im Rahmen der demographischen Verteilung. Nach einiger Zeit allerdings ergeben sich dann allerdings “überlebensstärkere” Jahrgänge, denn in der Zwischenzeit sind Menschen an Krankheiten, Unfällen oder andere unglücklichen Umständen gestorben. Schaut man heutige Lebenserwartungen an, sind viele derjenigen, die bei der Gesamtzahl zur Berechnung des Durchschnittes noch mitgezählt wurden, nicht mehr dabei. Und tatsächlich, schaut man in die Zukunft, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein 65 jähriger Mann mindestens 90 Jahre alt wird, bei ca. 34% (bei einer Frau 44%).

Pure Alpha oder Alternative Beta?

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Diese Diskussion ist sicher nicht neu, aber vor dem Hintergrund der Finanzkrise und vor allem enttäuschenden Ergebnissen der Elefanten unter den Hedgefonds und der herausragenden Ergebnisse kleinere Fonds möchte ich hier eine Lanze für die Hedgefonds Boutiquen und dem puren Alpha brechen. Das das in der Schweiz, die 30% (!!!) des globalen (!!) Fund of Hedge Fund Marktes (FoHF) ausmacht aber fast keine Single Hedge Fonds kennt bei Anbietern und vor allem Banken nicht gut ankommt, kommt nicht von Ungefähr. Es war schon müssig, wenn man sich mit einem Offering Memorandum und Due Dilligence jedes einzelnen Hedgefonds auseinandersetzen musste. Da griff der bequeme Bankberater gerne auf das Versprechen der FoHF Manager und Compliance Manager zurück, Ihre Expertise bei der Fondsauswahl sei über alle Zweifel erhaben. Aber zuerst einmal einen Schritt zurück. Vereinfacht interpretiert kann man sagen:

Ertrag des HF über der risikolosen Anlage =

Flowers lehnt ab – HRE – ein Musterfall der Enteignung von Aktionären

Alternative Investments, Finanzkrise , , , , ,

Jetzt ist es soweit: Christopher Flower fordert einen hohen Preis für seine Aktien und lehnt weiterhin die Verstaatlichung der HRE ab. Mit 21.7% hält Flowers einen Grossteil der Aktien an der HRE. Auch Vermögensverwalter sollten sich fragen, ob sie ihren Kunden das drohende Risiko einer Enteignung von Ersparnissen und Anlagen zumuten wollen. Jedenfalls ist diese Totalausfallrisiko unserer Meinung nach in keinster Weise in Aktienportfolios eingepreist. Mittlerweile gibt es allerdings zwei Rechtsgutachten, die erhebliche Bedenken gegen die drohende Enteignung ergeben hätten. Die Klage gegen die Verstaatlichung ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Bleibt die Frage, ob wir damit eine weitere Schädigung der ohnehin stark belasteten Aktionärskultur sehen werden. So empfehlen die Fondsspezialisten vom Brokerage Pool in einem Artikel bereits eine wesentliche Verschiebung der Anlageinteressen hin zu alternative Anlageprodukte, d.h. der generelle Verzicht auf die Investition in Aktien, Bonds und sieht grosse Chancen in Werten, die vertraglich einwandfrei ein Gewinnpotential nur und ausschliesslich dem Auftraggeber zustehen, z.B. Wind- und Bioernte, Eigentum an Lebensversicherungspolicen, Wettereinschätzungen oder Rohstoffe.

Vertrauensverhältnis zwischen Beratern und Fondsgesellschaften zerschnitten

Alternative Investments, Finanzkrise, Produktbereiche , , , ,

Vor Kurzem wurde in Portfolio International berichtet, dass der Quartalsbeginn 2009 der Fondsbranche miserabel verlaufen ist. Auch wir konnten in unseren letzten Umfragen im Vergleich zum vergangenen Jahresquartal ein völlig neues Schema von Käufer- und Verkäuferverhalten bei Fonds feststellen. Das Band und die Vertrauensbeziehung zwischen Intermediär und Fondsgesellschaft ist in vielen Fällen völlig zerschnitten worden. Das Problem der letzten Jahre war ja nicht (nur), dass Anlagekunden die Vehikel der vor allen von Banken vertriebenen Produkte nicht verstanden haben, sondern dass die beratende Person selber oft nicht in der Lage war, wesentliche Merkmale und Zusammenhänge zu erkennen und Mehrwerte von Fonds gegen


Banken wollen freie Berater einstellen, die CHF 250 Millionen mitbringen

Finanzkrise

Da kann ich nur lachen. In der NZZ 28.3.09 stand neulich, Personalberater forderten in einem Fall, dass ein Private Banker als Voraussetzung einer Neueinstellung bei einer Bank innert 3 Jahren CHF 250 Millionen mitbringen müsste. Da bleibe ich gerne selbstständig. Mittlerweile rechnet es sich nämlich: Anstelle meines Büros treffe ich ja meine Kunden in deren Büros, d.h. ich brauche keine Kaffeemaschine und kein Meetingraum. Die alternativen Strategien und Fonds, die ich in meine Beratung einbinde, beziehe ich über einen Broker Pool. Dort bekomme ich alle Unterlagen, man nimmt sich Zeit für mich und meine Fragen und lädt mich ständig zu Informationsveranstaltungen ein. Dazu erhalte ich eine ganze Menge Tools, Programme und Vertragsmustervorlagen. Zudem hilft man mir bei meiner Webseite, denn weder habe ich von Programmierung eine Ahnung, noch hat mein Webdesigner eine Ahnung davon, was in meinem Geschäft geht und was nicht. Die Bank benötige ich also nur noch zur Abwicklung meiner Trades. Ich behaupte, mit 10 Kunden, deren Empfehlungen, Retro- und Provisionsgeschäft und knapp 10 Millionen an Assets kann ich schon ganz gut leben. Zudem kann man mich nun nicht mehr kündigen…

UBS streicht Stellen – Begeisterung!

Der Wert der Unabhängigkeit in der Beratung, Finanzkrise , , ,

Die Absicht der UBS, in der Schweiz bis zu 2500 Stellen zu streichen, hat reihum Bedauern Begeisterung ausgelöst. Bei wem und warum?

1) Bei den Aktionären. 2) Bei den unabhängigen Vermögensverwaltern. Letztere müssen sich nämlich dringend verstärken, um Ihren Kunden echte Alternativen zu strukturierten Produkten und Strategiefonds anzubieten. Alternative Investments, Managed Futures, Core Satelite Approach, alles Themen, bei denen vermögende Kunden einen persönlichen bankunabhängigen Berater benötigen. Der Investmentberater weiss von mehreren seiner Blogger, dass sie sich gerne verstärken würden. Stehen Sie selbst vor der Entlassung, überlegen Sie sich den Schritt in die Unabhängigkeit. Anfragen werden unter info@investmentberater.ch an Vermögensverwalter, die gut ausgebildetes Personal suchen, weitergeleitet.

Short Selling / Leerverkäufe – Wichtig in einer Marktwirtschaft

Finanzkrise, Vermögensberatung in Bärenmärkten, Wettbewerbsstörungen , , , , ,

In der letzten Zeit wurden wieder Stimmen laut, dass Leerverkäufe bzw. Shortselling volkswirtschaftlich negativ, ja gar die Ursache von der Finanzkrise seien. Dem möchte ich hier deutlich widersprechen. Enron z.B. hätte ohne Short Seller evtl. niemals aufgedeckt werden können, denn die breite Masse an Investoren “übersehen” in ihren Aktien zu oft Ineffizienzen eines Unternehmens oder eines ganzen Marktes. Zudem ist es wie in der Demokratie: wer liberale Märkte und ihre für alle Beteiligten positiven Wirkungen nutzen will, muss in der Konsequenz auch “Andersdenkende” dulden, die einen Wert “Short” gehen. Wenn unsere Hedge Fonds diese Möglichkeit nicht oder nur beschränkt hätten, wären wir mitunter genötigt, in die Versuchung zu kommen, falsche Aktionen zu tätigen um unsere Arbeit als Vermögensverwalter für den Kunden zu rechtfertigen.  Zudem wird häufig vergessen, dass eine Shortposition IMMER später wieder durch Käufe glattgestellt werden muss. Ohne die Möglichkeit von Short Selling wäre jedenfalls ein wesentlicher Druck auf den Schultern unserer Fondsmanager, immer und immer wieder “die Wahrheit” am Markt zu entdecken, wesentlich eingeschränkt.

Graue Liste = Graue Haare?

Beratungsstrategie, Finanzkrise , , ,

So schnell schiessen die Preussen nicht. Sollten nun graue und schwarze Staaten gegenüber dem Fiskus Auskünfte verweigern, soll das künftig negative Folgen auf verschiedene inländische Steuerregeln haben. Damit werden der Geschäftsverkehr mit unkooperativen Ländern sowie die dortige Geldanlage erschwert. Auf der schwarzen Liste stehen nun laut OECD Costa Rica, Malaysia, die Philippinen und Uruguay, und auf der grauen Liste erscheint u.a. halb Europa ;-)

So what?  

Das Auto Ihres Kunden kommt aus Korea, sein Handy aus Finnland. Seine Anzüge werden in Malaysia gefertigt und er hat sich Zahnimplantate in Weissrussland bestellt. Der Arbeitgeber Ihres Kunden ist mittlerweile ein US-Konzern. Sie haben die Gelder Ihrer Kunden im Rahmen der Wertpapierdepots breit gestreut in unterschiedlichste Anlageklassen und Sie glauben, Sie hätten so für Ihren Kunden international diversifiziert und gut abgesichert? Falsch! 

Ein Plädoyer für Alternatives Investment statt Immobilien

Alternative Investments, Finanzkrise, Immobilien , ,

Das anliegende Video (leider in Englisch) ist nicht nur eine gute Erläuterung der Kreditkrise, sondern zeigt auch deutlich den Teufelskreis auf, in den ich mit einer kreditfinanzierten Immobilie komme. Die im Moment fantastisch niedrigen Zinsen sollten niemanden blenden – bis sich das System beruhigt hat empfehlen wir jedenfalls Alternative Investments. 
The Crisis of Credit Visualized from Jonathan Jarvis on Vimeo.

Kapitalanleger haben mit Rentenfonds bis zu 20 Prozent verloren

Absicherungsstrategien von Vermögen, Finanzkrise

Manager von vermeintlich sicheren Rentenfonds haben ohne Wissen der Anleger auf riskante Papiere gesetzt und hohe Verluste gemacht. Durch die Fehlspekulationen im vergangenen Jahr haben viele Rentenfonds schlechter abgeschnitten als der Anleihenmarkt im Durchschnitt. Anleger, die davon ausgingen, ihr Geld sei über ihren Fonds sicher in soliden Zinspapieren angelegt, haben in den vergangenen zwölf Monaten deshalb Geld verloren, einige weit über 20 Prozent.

Böse überrascht hat die Anleger demnach vor allem das schlechte Abschneiden von Fonds, die sich in der Vergangenheit immer als solide präsentierten, so zum Beispiel der über 40 Jahre alte Traditionsfonds DWS Inrenta. Nicht nur hier haben die Manager auch in ABS-Papiere und Genussscheine investiert, deren Handel mit der US-Immobilienkrise zusammengebrochen ist. Und die DWS ist nicht die einzige Fondsgesellschaft, die in der Krise Entscheidungen getroffen hat, die den Anlegern zeitweise oder dauerhaft Verluste bescheren. Die wenigsten hätten die Kunden allerdings über die riskanten Anlagestrategien informiert und so auf deren Kosten gezockt.