Author Archives: XYZ Consult

ETF versus Index Zertifikat

Produktbereiche, Strukturierte Produkte

Ich möchte als Angestellter eines unabhängigen Vermögensverwalters einmal von meinen Erfahrungen mit den sogenannten Beratungs- und Unterstützungsleistungen der sogenannten Intermediärprogramme von Banken berichten.

Vor einiger Zeit wollte mein Vorgänger meine Kunden zu einem Teil in China positionieren und unser Komitee war dazumal übereingekommen, passive Indexinstrumente einzusetzen. Natürlich war ich erstaunt, dass man uns im Gespräch mit dem Custodygeber, einer grossen Bank, nicht die üblichen öffentlich zugelassenen Aktienfonds unter die Nase hielt, sondern ganz entsprechend der Neigung meines Vorgängers tatsächlich ein passives Indexprodukt, eben ein Zertifikat auf den chinesischen Index, angeboten hatte. ETF_China_vs_Zertifikat_ChiBeim Wort „Zertifikat“ hätten ja damals eigentlich schon seine Alarmglocken klingen müssen, denn da haben wir alle ja schon einiges erlebt – doch mein Vorgänger erwähnte, es wäre „Open End“. Nun ist ein Jahr vergangen, wir sind eigentlich recht zufrieden, doch bei einer Analyse fällt mir auf, wieso unser Indexzertifikat stetig deutlich hinter dem HangSeng bzw. HSCEI zurückgeblieben ist.

Anlagedepot bei der Raiffeisen ? Lesen !

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Erschütternd wie der grosse Zustrom von Geldern im Rahmen der Finanzkrise u.a. zu den Raiffeisenkassen zustande gekommen ist. Was hat Raiffeisen daraus gemacht? Man kann deren neue Kunden nur vor den mangelden Beratungskapazitäten in Bezug auf die Depotführung warnen. Geht man z.B. als Anleger auf die seit geraumer Zeit starren Anlageempfehlungen der Bank , so könnte man meinen, es gäbe eigentlich nur 5 Typen von Anlagestrategien, die für einen Anleger in Frage kämen: Sicherheit, Einkommen, Ausgewogen, Wachstum und Aktien. Prompt erhält man dann auch den Anlagevorschlag vom Computer, individuelle Betrachtungsweisen fehlen hier genauso wie der Hinweis, welchen Wert Alternative Anlageprodukte zu Erfolg und Stabilität einer Gesamtallokation beitragen können. Immerhin ist man so fair dem Kunden deutlich zu machen, dass man mit den Raiffeisen Vorschlägen in der Vergangenheit wunderbar Geld vernichten konnte. Und dabei dürften diesen Darstellungen noch beschönigt worden sein, da diese Strategien im Wissen um die Vergangenheit erstellt wurden. Wer also ausgewogen oder gar in Aktien anlegte, verlor über knapp zwei Jahre zwischen 20 % und 50% seines Vermögens. Die völlig unzureichende Ausstattung mit 2.5% des Depotwertes in einem Dachhedgefonds, der stabilisierend mit seinen schwachen knapp 10% Verlust in 2008 das katastrophale Ergebnis kaum zu vermindern vermochte, spricht ebenfalls Bände. Wir schätzen uns glücklich, dass uns zudem die sicherheitsorientierten Depotvorschläge ab Oktober 2008 erspart geblieben sind, wahrscheinlich wurde der Verlust zu hoch um ihn auf der Webseite noch darstellen zu wollen.

Krise stärkt Honorarberater

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Die Krise hinterlässt ihre Spuren: Immer mehr Anleger sind verunsichert und engagieren unabhängige Geldverwalter. Gleichzeitig verlassen immer mehr Berater ihre Arbeitgeber, weil sie umsatzgetriebene Verkaufsaktionen nicht länger verantworten wollen.

Die Kreditkrise hinterlässt Spuren in der Beratung: Anleger wandern nach dem Debakel mit verlustreichen Kreditpapieren zu unabhängigen Verwaltern ab. Parallel dazu geben manche Berater ihrem bisherigen Arbeitgeber den Laufpass, weil sie umsatzgetriebene Verkaufsaktionen nicht länger verantworten wollen. “Beides stärkt den Trend zur Honorarberatung”, sagt Dieter Rauch, Leiter des Verbund deutscher Honorarberater (VdH).

Traditionell findet Anlageberatung in den Banken statt, deren Einkünfte an den Verkauf gekoppelt sind. Honorarberatung soll diesen Fehlanreiz ausschalten: Der Kunde zahlt einen Stundensatz wie beim Rechtsanwalt und eine transparente Gebühr für die laufende und neutrale Betreuung (siehe “Die neue Idee”).