Author Archives: slickrick

Kuh Yvonne soll überleben – auch in unserem Markt

Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor

Haben Sie schon die Geschichte der Kuh Yvonne in Oberbayern gehört? Für mich liegt die Sache klar. Die Kuh hat keine Lust mehr auf den Herdentrieb der Millionen Anleger, die täglich ihre letzten Aktien verkaufen. Sie bricht einfach aus. Wer ist schuld? Journalisten. Neben dieser bescheuerten Geschichte, die wirklich in jedem Blatt auftaucht (siehe Google), partizipiert jeder Journalist überprotional von schlechten Nachrichten. Er ist sozusagen “net long” in schlechten Nachrichten im Wirtschaftsgeschehen investiert. Einige Länder sind schon abgegrast (und komischerweise immer noch nicht default) – Griechenland, Portugal, Irland, Island ist schon etwas her, die USA und – jetzt sind französische Grossbanken angeblich auch schon pleite. Übrigens, die Atomkatastrophe Japans ist für Journalisten auch längst abgegrast, und somit hört man nichts mehr, obwohl die grässlichsten Neuigkeiten erst jetzt an das Tageslicht kommen (1000faches Überschreiten der Grenzwerte, fortbestehende Probleme etc.). Aber das interessiert nun mal keine Kuh(herde).
Da muss man natürlich sogleich jedes produktives Kapital verkaufen und in Goldzähne investieren. Warum Goldzähne? Naja, was soll man mit dem ganzen Gold denn sonst machen? Wofür wollen wir es benutzen? Für Schmuck? Haha. Oder Franken. Weil wir dann endlich Taschenmesser kaufen können. Da wird wirklich jede Kuh verrückt!

Zitate übers Geld

Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor

Haha, sehr gut Moneyblogger! Hier ein paar Zitate aus meiner Sammlung (Filmsammlung):

Wenn Gott uns doch nur ein klares Zeichen geben könnte, z.B. eine grosse Überweisung auf ein Konto in der Schweiz, dass auf meinen Namen lautet. Woody Allen in “Take the money and run”.

Man realisiert nie wie kurz ein Monat eigentlich ist bis zu dem Tag, an dem man Alimente bezahlen muss. Gehört von John Barrymore.

Und das George Raft Zitat kenne ich von einem Film über den irischen Fussballgott George Best in “Best – the life story”: Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst. Interessant.

Mehr zur Filmsammlung findet man hier www.showspy.org – Spannend, in welchen Ländern die Gangster in EuroCrime Filmen üblicherweise Ihre Beute verstecken.

Eine besondere Anlageklasse einmal kritisch betrachtet

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Mit Entwicklungsländern lassen sich gute Geschäfte machen. Es gibt Investoren die Schuldentitel von Entwicklungsländern aufkaufen, um sie dann mit Profit wieder einzuklagen. Wie ist so etwas möglich? Einer der Akteure in diesem sehr umstrittenen Markt ist Michael Sheehan. Mit seinem Unternehmen Debt Advisory International hat er kürzlich Sambia erfolgreich verklagt. Daraufhin sind ihm 15 Millionen US Dollar zugesprochen worden. Sheehan’s ‚Geier Fonds’ kaufte die Schuldentitel Rumäniens ab, die Sambia einen Kredit fü den Kauf von Landmaschinen über 15 Millionen US Dollar gewährten. Der Kredit belief sich mit Zinsen in der Zwischenzeit auf 30 Millionen US Dollar. Jedoch sind die Schulden durch die Schuldenerlasspolitik der Industrienationen wertlos geworden und der rumänische Staat konnte den Kredit in seiner Bilanz als wertlos abschreiben. Dadurch hatte der Fonds die Möglichkeit die Schuldentitel für lediglich 3.2 Millionen US Dollar von Rumänien abzukaufen. Sheehan’s ‚Vulture Fund’ kaufte die Schuldentitel vom rumänischen Staat und erklagte sich einen saftigen Profit. Oft machen die so genannten ‚Geierfonds’ das zehn bis fünfzehnfache aus ihren ursprünglichen Einsatz. Die ‚Vultures’ ziehen dann vor Gericht, zum Beispiel an den obersten Gerichtshof in UK oder Frankreich und verklagen die Regierung des jeweiligen Entwicklungslandes. Das Argument der Klagen dieser ‚Vulture Funds’ ist, das die korrupten Regimes der Entwicklungsländer zur Rechenschaft gezogen werden, damit die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Staates wieder hergestellt wird.
Durch die teilweise völlig verfehlte Entwicklungspolitik der westlichen Industrienationen in den letzten Jahrzehnten konnten sich erst diese korrupten Missverhältnisse entwickeln. Eine Vielzahl von Entwicklungsländern in Afrika und Lateinamerika wurden schon verklagt und DebtAdvisory International ist nicht die einzige Firma, die sich auf diese Klagen spezialisiert hat. Weitere Klägerfirmen sind Greylock Global Opportunity, FG Hemisphere, Kensington International.
Derzeit laufen 11 Gerichtsverfahren gegen Entwicklungsklagen die einen Streitwert von US $ 1.5 Milliarden haben. Trotz der Kritik vieler Gutmenschen, die die Geierfonds für skrupellose Geldgeier halten und der Meinung sind, dass sie Entwicklungsländer auf Kosten von Millionen von Menschen auspressen, so erfüllen sie doch eine wichtige Funktion. Ohne diese Fonds würden die Kredite der Kreditgeberländer völlig wertlos sein. Dadurch würden die Kosten der Entwicklungshilfekredite in die Höhe schnellen für die Entwicklungsländer und die Liquidität ginge verloren. Darüber hinaus machen diese Geierfonds auch aufmerksam, dass der Schuldenerlass letztendlich die korrupte Herrscherelite belohnt und per se nicht nachhaltige Entwicklungshilfe darstellt.
Gibt es jemanden, der einen solchen Fonds offshore / in der Schweiz vertreibt?

Die Kunden wollen ihre Gelder zurück

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In den letzten Jahren hat das Thema Retrozession im Vermögensverwaltungsgeschäft viel Grund zur Diskussion gegeben. Nur ein geringer Anteil der Vermögensverwalter hat die für den Kunden fällige Retrozession ausbezahlt. Daraus resultierend könnte ein grosser Teil der Vermögensverwalter und Banken noch mit Forderungen von Kunden konfrontiert werden. Dabei geht es um Summen, die sich auf Milliardenbeträge belaufen werden. Dazu kommen noch die Zinsen auf die rückzuerstattenden Beträge. Dies ist ein ernstzunehmendes Problem für die Banken und Vermögensverwalter, gerade weil die ersten Klagen schon eingereicht worden sind.

Tatsache ist, dass die Angelegenheit der Retrozession rechtlich nicht transparent geregelt ist. Was bisher nicht deutlich war, war die Tatsache, dass der Kunde nicht aufgeklärt worden ist darüber, ob ein Vermögensverwalter Retrozessionen vereinnahmt oder ob der Kunde über die Höhe der Retrozessionen aufgeklärt werden muss, bevor er auf diese verzichtet. Hier soll die auftragsrechtliche Herausgabepflicht greifen. Was das Schweizer Bundesgericht entschieden hat, ist dass der Kunde in der Lage sein muss die Höhe der Retrozession abzuschätzen, bevor er auf diese verzichtet. Demzufolge wird ein Kunde, dem eine hohe Retrozessionssumme zustünde wohl kaum auf diese verzichten.

Strukturierte Produkte – legaler Diebstahl?

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Ich möchte hier einmal etwas kritisch aufwerfen: Strukturierte Produkte bieten dem Anleger die Möglichkeit einerseits das Risiko in seinem Portfolio zu vermindern, anderseits aber auch attraktive Renditechancen zu nutzen. Das hört sich ja sehr gut an für den privaten Anleger. Aber wie sieht die Realität aus? Ist die Kostenstruktur des Produkts auch transparent dargestellt? Wie sieht es denn mit dem Risiko genau aus? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Wette des Kunden aufgeht, oder eben nicht? Dieses sind Fragen, die der Privatinvestor (und sein Berater) sich stellen müssen.

Abgeltungssteuer! ‘die Heuschrecken vom Staat’

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Mit der ab 1 Januar 2009 einteretende Abgeltungssteuer werden in Deutschland auf alle Kapitalerträge für Wertpapiere und Fondsanteile 25 % dem privaten Investor auferlegt. Was hat dies für Konsequenzen für den Investor auf der einen Seite und was bedeutet dies für das Marktumfeld generell?

Um das Vermögen vor dem Staat zu schützen gibt es mehrere Möglichkeiten die der private Investor hat, wenn es um Investitionen im Kapitalmarkt geht. Eine Möglichkeit für den Investor die Abgeltungssteuer zu umgehen, wäre die Investition in Dachfonds. Hierbei hat der Dachfondsmanager die Möglichkeit, innerhalb seiner Strategie die Fondsmanager auszuwechseln.  

Eine andere Möglichkeit die Abgeltungssteuer zu vermeiden, wäre die fondsgebundene Lebensversicherung. Innerhalb dieses Versicherungsmantels ist es dem Investor erlaubt Umschichtungen in seinem Depot vorzunehmen, ohne dafür besteuert zu werden.

Auch eine sichere Methode sein Vermögen zu sichern, ist einen unabhängigen Finanzdienstleister zu finden, der sich ausserhalb von Deutschland (z. b. Schweiz) befindet und unabhängig von den Grossbanken operiert. Dadurch hat der private Investor die Möglichkeit individuell auf seine Bedürfnisse hin beraten zu werden, ohne Angst vor zusätzlichen irrationalen Steuererhöhungen seitens der Regierung zu haben. Dadurch hat der private Investor ein gut verwaltetes Portfolio mit einem guten Risiko/Gewinn Verhältnis und zusätzlich ist sein Vermögen gesichert vor neuen Steuererhöhungen.