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Axa Bank – Kunden, die für ein paar Zinsen zur Marketing Spielmasse werden

Anlagefonds, Der Wert der Unabhängigkeit in der Beratung, Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor

Jetzt ist es auch hier wahr geworden – Versicherer können scheinbar noch weniger „banking“, als Banken „insurance“ machen. Schon im Mai 2009 wurden nur vier Monate nach Eröffnung der Bank die mit 1.6% „hohen“ Zinsen der AXA Bank im Festgeldbereich zum ersten Mal gekürzt. Was haben die vorsichtigen Kunden nun rückwärtig betrachtet gewonnen? 100 Franken Zinsen? Auf jeden Fall nun eine Menge Freunde bei einer neuen Bank (Bank Zweiplus).
In der Schweiz verfolgte die Axa Bank ein Konzept, das mit leicht verständlichen Sparprodukten auf das Kleinkundengeschäft ausgerichtet war. Bankunabhängige Versicherungsmakler jedenfalls dürften kaum ihren Kunden ein Angebot der Axa Bank unterbreitet haben – zu unübersichtlich war der mögliche Missbrauch der Kundenbeziehung für Konzerninteressen der Axa. Zu wahrscheinlich die Chance, dass Kunden “verkauft” werden – wie es jetzt geschehen ist. Und wurde das Geld ablaufender Lebensversicherungen dort geparkt? Wohl kaum. Nur die Axa Agenten haben 20% ihrer Kundenablaufgelder dort „einzahlen lassen“.
Wer eine auslaufende Lebensversicherung hat, ist nämlich zunächst einmal gut beraten, nachzurechnen, welche Verzinsung ihm dieser Vertrag überhaupt gebracht hat. Stellt man die über Jahre eingezahlten Gelder in traditionell gemischte Versicherungen mit ihren Ablaufleistung gegenüber, so kommt man in den seltesten Fällen auf eine durchschnittliche Jahresperformance von über 2% pro Jahr. Da ist man zu Zeiten der Ausverkaufspreise an den Aktien und Bondmärkten besser beraten, sich mit Fonds günstigt zu positionieren. Oder – wer sich den Einstieg immer noch nicht zutraut – mittlerweile können selbst schweizer Fondsdepots durch den Eingang von Europäischen UCITS Produkten auch um Alternative Anlagen ergänzt werden – damit lassen sich Risiken besser vermeiden.