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Cyber Wealth Manager

Beratungstechnologie, Die Presse über Beratung unabhängig von Banken, Vermögensverwaltung, Web 2.0 für Vermögensverwalter

Als Leser des Investmentberater möchte ich mich einmal bei Allen mit einem Statement bedanken. Marketing Technologie hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht – und das kommt in unserer Branche vor allem den unabhängigen Vermögensverwaltern zu Gute. Es steht uns sozusagen frei zu wählen, welchen Grad der Social Media und Internet Technologie wir wählen und so können wir gezielt Nischen besetzen, die Banken niemals erreichen werden.  Natürlich nutzen auch wir das Custody mehrerer Banken im Interesse unserer Kunden, aber u.a. durch wertvolle Tipps und Kontakte (auch aus der Investmentberater.ch Community ;-)  kann man Research, Kundenprofiling und Low Budget Marketing mittlerweile völlig unabhängig von Finanzprodukthäusern betreiben. Und solange die Grossbanken  uns keine permanente Webcam auf unsere Köpfe setzen und diese meinem Profil als “Bankpartner” zuordnen, werden sie nie genau wissen mit welchen Produkten, Anlage- und Beratungsstrategien ich als nächstes fahre — und das ist genau das was mich gefährlich und im Sinne meiner Kunden wertvoll macht.

Anlageberatung und Social Media – Wo stehen wir?

Vermögensverwaltung, Web 2.0 für Vermögensverwalter

Ich habe den Eindruck, der Cyber Broker, wie man ihn sich in den USA vor 5 Jahren vorgestellt hat, hat sich in den USA noch nicht durchgesetzt. Und auch in Kontinetaleuropa verändern sich die Dinge – zum Glück – noch nicht so schnell. Die Bremse war schlicht die globale Finanzkrise – viele Web 2.0 Projekte und Erneuerungen von Webseiten und Kampagnen wurden zurückgestellt, m.E. eine riesige Chance für die unabhängigen Vermögensverwalter. Warum? Wir haben Zeit gewonnen die Dinge im Web 2.0 zu verstehen und auf unsere spezifischen Fragestellungen anzupassen. Mit unserem AuM schaffen wir es im Team so einigermassen “gut zu leben” – man hat den Kunden in schwierigen Zeiten durch Beimischung Alternativer Direktanlagen im einstelligen Minus gehalten – gegenüber -20% bis -30% vieler Mitbewerber. Und wir haben rechtzeitig von den Korrekturen der Übertreibungen ab Mitte 2008 partizipiert. Gleichzeitig haben wir mit Guerilla Marketing Methoden und einem fast aberwitzig kleinem Budget Schritt für Schritt unsere Social Media Positionierung vorangetrieben. Wer wenig investiert, muss eben mehr Arbeitszeit und Know How in die Sache investieren. Mittlerweile haben wir über 500 Follower in Twitter, wobei das nicht unbedingt unsere beste Aktion war. Unsere Gruppe in XING ging durch die “Decke” – und mit neuen Moderatoren vervielfältigen wir jetzt unser Netzwerk. Einige Kunden und Partner haben wir so gewonnen. Überhaupt hat sich XING als wahre Goldgruppe für Business Kontakte aufgetan. In unserem Ort hat keine Bank mehr Networker in XING als wir und unsere Partner. Die Leute suchen einfach den Kontakt. Unsere LinkedIn Positionierung dagegen hat sich kaum entwickelt. Totenstille – die Leute bezahlen einfach keine Mitgliedsgebühr und nutzen zu wenig die Such- und Austauschfunktionen. Unglaublich eigentlich, wenn man sieht, wie hoch amerikanische Social Media Seiten an der Börse bewertet werden im Vergleich zur deutschen XING. Als nächsten Schritt überlegen wir, einmal einen Programmierer an unseren XING Auftritt ran zu lassen.
Leider wissen wir vom Investmentberater Community Master, dass wir hier keine Werbung für uns machen dürfen. Unser Budget lässt einfach keine Banner zu. Also belassen wir es mit diesem Erfahrungsbericht. Vielleicht entsteht ja eine Diskussion und der eine oder andere Kontakt entsteht in diesem Sinne dann doch noch??

Über die Gefahr, als Bank einem falschen Trend aufzusitzen

Beratungstechnologie, Web 2.0 für Vermögensverwalter

Mal losgelöst von der Finanzkrise – Meiner Meinung nach laufen Banken häufig – von falschen Meinungsbildnern getrieben – falschen Trends in der IT hinterher, ohne diese für ihr Geschäftsmodell ausführlich zu testen und Kunden und Partner ausreichend zu befragen. Ein paar Beispiele:
1. Schweizer Banken mussten ca. 1999-2001 Ihre E-Commerce Kampagnen und damit zwei- bis dreistellige Millionenbeträge abschreiben (u.A. UBS E-Services und Funds@UBS und Credit Suisse mit e-solutions). Der UBS-Konzern lancierte sein e-services-Projekt im 3. Quartal 1999 und musste die auf den Massenanlagekundenmarkt gerichteten Call-Center auflöst und die Anlagen und Software im Geschäftsjahr 2000 abgeschrieben. Der Geschäftsaufwand für E-services betrug damals über CHF 300 Millionen in 2000 und CHF 39 Millionen in 1999, wobei immerhin einige entwickelte Systeme (Multi-Currency, Multi-Entity) im Rahmen der Vermögensverwaltungsstrategie für den europäischen Markt eingesetzt werden konnten.
2. Zahlreiche Grossbanken erneuern alle 3 Monate Ihr Webseiten-Layout – wofür? Ich kann mit meinem Account Manager noch nicht einmal über XING kommunizieren, weil es ihm seine Bank verboten bzw. gesperrt hat
3. Zuletzt noch wurden Aufwendungen bei Grossbanken in die Modernisierung der Filialen (Shopsysteme und so ein Mist) gesteckt – Hallo?
4. Gross im Trend liegt die Verbesserung strategischer interner Planungs- und Steuerungsprozesse – vor allem eben weil man sich bekannt mit toxischen Papieren auf eigene Rechnung verspekuliert hatte. Natürlich auch die Installation neuer Frühwarnmelder gegen Kundenabwanderungen. Verständlich. Muss man haben.

FRAGEN

Softwarelösungen für Vermögensverwalter

Beratungstechnologie, Vermögensverwaltung , , ,

Wenn man eine neue Privatbank gründet, ist man schnell im Gespräch mit den führenden Anbietern von geeigneten Softwarelösungen. Es gibt gute Lösungen für einen “guten Preis” von z.B. www.avaloq.ch, www.deltaconcept.ch, www.profidatagroup.com, www.odyssee-group.com, www.finnova.ch, www.sunguard.com/apsys oder www.finantix.com. Aber wer bedient eigentlich die vielen tausenden Vermögensverwalter, die ohne ein Budget mehrerer hundert Tausend Franken bzw. Euro ins Rennen gehen wollen? Sind wir wirklich auf Gedeih und Verderb einem Package aus Custody und gebundener Produktplattform bei den Grossbanken angewiesen? Wer hat Erfahrungen im Budget Bereich gemacht? Auf welche Funktionalitäten muss ich allenfalls verzichten?

Fondsgebundene Lebensversicherung – Lösung für Opfer der Abgeltungssteuer

Versicherungen in der Vermögensberatung , ,

Zum 01.01.2009 wird in Deutschland die Abgeltungssteuer eingeführt – dann wird es spannend für Kapitalanleger. Wer dann noch sein Depot aktiv verwalten (lassen) will und Kursgewinne durch Fondsswitch auch mal absichern möchte, der wird ein langes Gesicht machen. Denn: Bei einem normalen Wertpapierdepots wird das Finanzamt nach 2009 für jede Transaktion auf den vollen erzielten Gewinn die volle Abgeltungssteuer nebst Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer, addiert ca. 28% (!) erheben. Und da die in Form von Steuern abgeführten Gewinnanteile nicht mehr für eine Wiederanlage zur Verfügung stehen, wird zusätzlich neben der steuerbedingten Nettogewinnminderung auch der angestrebte Zinseszins-Effekt abgebaut.

Die Lösung ist ganz klar ein fondsgebundene Lebensversicherung – solche Verträge, mindestens für 12 Jahre abgeschlossen und bis zur Entnahme in voller Höhe nach dem 60. Lebensjahr unberührt – fallen unter die von der Abgeltungsteuer befreite Regelung des Alterseinkünftegesetzes. Demnach sind dann lediglich 50% der insgesamt erzielten Gewinne einmalig und erst bei Verfügung steuerlich zu berücksichtigen. Mitnahmegewinne während der Laufzeit bleiben also steuerfrei. Zusätzlich werden Kunden unter Umständen ausserdem von der vorteilhafteren Steuerprogression im Rentenalter profitieren, da viele zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem hochbesteuertem Erwerbsleben ausgeschieden sind.

Aha. Eine Bank. Wie Sicher kann denn Sicher sein?

Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor , ,

Was uns die angestellten Vermögensverwalter der Banken im Voraus haben: Sie kommen wenigstens in die Zeitung. Nick Leeson (Barings) noch mit 825 Millionen Pfund Sterling, bei Jérôme Kerviel (SocGen) sind das schon 4.9 Mrd. Euro, für die Immobilienfreunde unter uns, das sind umgerechnet immerhin 19,6 Peanuts nach der Formel von Dr. J. Schneider / H. Kopper…