Alternative Investments, Fondsanalyse, Produktbereiche
Wie jedes Jahr freut man sich auf die Fondsmessen in Deutschland (Fondskongress in Mannheim) und der Schweiz (Fonds´10). Die interessante Frage ist, wer ist neu und was gibt es Neues? Die Frage hat ihre Berechtigung, denn in Zeiten gekürzter Marketing Budgets wird der eine oder andere Fondsanbieter nicht auf den Messen vertreten sein. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und ein paar Neuigkeiten unabhängiger Anbieter kurz beschrieben, die in diesem Jahr auf Messen Beachtung finden sollten (habe ich eine Fondsneuigkeit übersehen haben bitte ich um einen Kommentar und kann diese nachtragen).
Da Vinci mausert sich auch öffentlich
22 September, 2009 – 21:11
Bankgeheimnis
Gerade von der DPA erfahren – Ein deutscher Steuersünder hat nun die LGT Bank Liechtenstein auf 13 Millionen Euro Schadensersatz verklagt. Da man ihn nicht über den Datendiebstahl informiert hätte, der 2008 zur Ermittlungen gegen ihn und etwa 700 weitere deutsche Steuersünder geführt hatte. Sein Argument ist, dass er im Falle der Information sich selbst hätte anzeigen können, um straffrei zu bleiben.
Die Anwälte lasten der LGT zahlreiche Versäumnisse und fehlerhafte Beratung an. Nach diesem Musterprozess dürften eine Welle an Schadensersatzforderungen auf die Liechtensteiner Banken zurollen. Das Urteil in Deutschland für einen damals 66-Jährigen Mann führte zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 7,5 Millionen Euro. Sein Name stand auf einer CD mit Kundendaten, die der ehemalige LGT- Mitarbeiter Heinrich Kieber 2002 gestohlen hatte und 4,5 Millionen Euro dem BND verkauft hatte.
Beratungsstrategie, Gesprächstechnik, Marketing in der Vermögensverwaltung, Vermögensverwaltung
Administration, MIFID, Neukundenacquise, Vermögensverwalter
Habe gerade einen Kollegen in Deutschland getroffen – Mit MIFID ist man wahrscheinlich etwas über das Ziel hinaus gegangen – ich habe den Eindruck einige Vermögensverwalter dort kommen überhaupt nicht mehr dazu Vertrieb zu machen. Gerade die Neukundenacquise leidet erheblich. Mich würde interessieren welche Erfolgsrezepte Andere haben wenn es darum geht sich die administrative Tätigkeit vom Hals zu schaffen. Jede Meinung interessiert mich.
Alternative Investments, Produktbereiche, Venture Capital, Vermögensberatung in Bullenmärkten
Beteiligung, Börsengang, Business Plan, Exit, Illiquidität, Start-up, Venture Capital, Venture Capital Fund
Die Venture Capital Industrie hat ihren Höhepunkt erreicht als über 100 Milliarden $ im Jahre 2000 in Risikobeteiligungen flossen. Nach den Turbulenzen und Platzens der Dotcom Blase hat die Venture Capital Industrie inzwischen wieder Aufwind bekommen und immer mehr Investoren beteiligen sich an Venture Projekten. Jedoch ist der Höhepunkt der Entwicklung des Jahres 2000 noch nicht erreicht.
Alternative Investments, Hedge Fonds, Produktbereiche
Absolut Return, Beta, Fondsmanager, Hedge Fonds
Hedge Funds werden ja auch als Alpha- oder Absolut-Investment bezeichnet da die Performance von den herausragenden Marktkenntnissen und technischen Fähigkeiten der Hedge Fondsmanager resultieren würde. Nun frage ich mich wieviel Prozent der über z.B. Long Aktienfonds hinausgehenden Ergebnisse (aus Rendite und Risikogesichtspunkten) letztendlich nur auf die Positionierung in den alternativen Aktien-, Zins-, Rohstoff- und Optionsmärkten fallen. Diese Betaprämien erklären m.E. schon alleine einen beträchtlichen Teil der Hedge Fund-Performance. Hat jemand Daten oder Ansätze, wie schliesslich die Management Leistung gemessen und kritisch gewürdigt werden kann?
Produktbereiche, Sonstiges
Bondfloor, Differenzbesteuerung, Kapitalschutz, Strukturierte Produkte
Strukturierte Produkte mit Kapitalschutz werden ja bekanntlich in jedem Fall besteuert. Sofern sie intransparent sind, also der Zinsanteil am Ertrag also nicht genau beziffert werden kann, kommt in der Schweiz wie m.E. auch in Deutschland die „reine Differenzbesteuerung” zur Anwendung. Damit wird ja dann die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufswert versteuert.
Nun fragen wir uns, wie wir solche Produkte steuerlich attaktiver machen können, ohne dabei die Flexibilität zu verlieren und den Aufwand unnötig erweitern zu müssen. Die Haupteinflussfaktoren für die Steuerquote sind u.a. Bondfloor und die Devisenkursentwicklung. So hat ein Anstieg des Wechselkurses gegenüber dem Schweizer Franken direkte Auswirkungen auf die Wertberechnung des Produkts und damit schwer kalkulierbare Steuerfolgen. Also – wie kann man die Besteueung auf Kundeseite vermeiden?