21 July, 2010 – 21:23 by jefflily
Alternative Investments, Vermögensverwaltung
Jetzt ist es vomGesetzgeber verabschiedet und es kann allenfalls noch das Bundesverfassungsgericht dem internationalen Alleingang Deutschlands widersprechen. Den Ausgang einer Diskussion innerhalb der EU Kommission wollte man gar nicht abwarten. Nun stellen sich natürlich noch Fragen der Definitionen und Auslegungen – bevor wir als Vermögensverwalter unsere Geschäfte in dieser Hinsicht wieder neu ausrichten müssen. Ein ungedeckter Leerverkauf liegt z.B. vor, wenn der Verkäufer der Wertpapiere nicht Eigentümer der verkauften Wertpapiere ist oder keinen schuldrechtlich oder sachenrechtlich unbedingt durchsetzbaren Anspruch auf Übereignung einer entsprechenden Anzahl von Wertpapieren gleicher Gattung hat.
Hält der deutsche Bürger nun seine Wertpapiere über eine Vermögensverwaltung im Ausland und entschliesst sich diese in seinem Interesse für einen ungedeckten Leerverkauf, so entsteht kein Gesetzesverstoss, denn in anderen Ländern sind diese Transaktionen weiterhin erlaubt. Solange der deutsche Kunde seine steuerlichen Werte aus dieser Vermögensverwaltung ordnungsgemäss in Deutschland bei seinemWohnsitzfinanzamt deklariert, ist also alles legitim. Spannend dürfte sein, ob und wie stark der Finanzplatz Deutschland am Ende unter dieser Massnahme im internationalen Wettberwerb leiden wird.
15 July, 2010 – 9:00 by BROKERAGE POOL
Beratungsstrategie, Vermögensverwaltung
Eine gute Frage. So hatte Hitzfeld keine Veränderungen in der (defensiv eingestellten) Aufstellung seines Teams gemacht, nachdem er den späteren Weltmeister Spanien mit 1:0 besiegt hatte. Im Folgespiel konnte sich entsprechend gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner überhaupt keine Dynamik entwickeln und es ging mit 0:0 “verloren”. Genauso der deutsche Trainer, der nach seinen zahlreichen Erfolgen auf Spanien traf und wohl glaubte, er können überhaupt nicht in eine Rücklage geraten und nach dem 0:1 dem Spiel keine taktische Wende mehr geben konnte. Entscheidend ist vielmehr, wie gut wir uns egal in welcher Lage immer wieder erneuern können, in dem was wir bereits erfolgreich tun. Das gilt m.E. auch für die Vermögensverwaltung in der Schweiz. Natürlich ist man hinterher immer schlauer. Aber immer häufiger ist besonders nach Höhenphasen der plötzliche Fall besonders tief und nicht manchmal eben auch existenzgefährend. Gute Beispiele finden sich in der NZZ, in der es hierzu jüngst einen wirklich lesenswerten Artikel gab, der auch im Internet erschienen ist (hier).
2 July, 2010 – 18:43 by Valuecreator
Absicherungsstrategien von Vermögen, Alternative Investments, Hedge Fonds, Wettbewerbsstörungen
Was Deutschland nun mit dem Verbot des ungedeckten Short Selling produziert, ist wieder ein herber Schlag in das Gesicht derjenigen, die wenigstens Frankfurt als einen internationalen Finanzplatz in Deutschland etablieren wollen. Deutschland`s politische Mehrheit im Parlament scheint tatsächlich einen Alleingang machen zu wollen, um nach einer peinlichen Bundespräsidentenwahl wieder dringend benötigte Wählerstimmen am Stammtisch zu gewinnen. Die bösen Spekulanten wären Schuld an der Misere der Vertrauens- und Schuldenkrise, und das man durch eine Wette auf das Fallen von Aktien Gewinne machen könne, das sei ja ein ganz grosses Übel… Mir hat noch KEIN EINZIGER Volkswirt empirisch die Schädlichkeit von Short Selling für eine Volkswirtschaft erörtern können!!
Ich möchte hierzu auch auf den interessanten Beitrag vom Blogger „Alternative Schweiz“ hinweisen, der es sehr schön auf den Punkt brachte. Wenn wir dem international orientierten Investor diese wichtige Anlagemöglichkeit des Short Selling nehmen, müssen wir uns nicht wundern, dass Single Hedgefonds sich mit Ihrem Engagement in Deutschland weiterhin zurückhalten werden und andere Finanzplätze diese Industrie ausbauen werden. Der deutsche Anleger wird früher oder später diese Lösungen dann für sich im Ausland entdecken wollen, das kann heute schon und auch in der Zukunft dann niemand verhindern.