Eine wahre Geschichte. Vor genau zwei Jahren – mitten in der laufenden Finanzkrise. Ein Anruf bei einem anderen Vermögensverwalter in der Schweiz.
“Ich habe von diesem Fonds gelesen, klingt spannend für mich, kann ich diesen am Markt erwerben?”
“…ich kann ihnen den im Moment nicht wirklich empfehlen, es ist unser einziger Fonds, er hat knapp -50% zur Zeit”
[demnach kauft man nicht, weil Dinge unterbewertet sind, sondern weil man "ein gutes Gefühl hat...] ??
OHNE WORTE
“Der Fonds ist bei der Bank XYZ aufgelegt, und so kann man den bei jeder Bank kaufen, es lohnt sich nicht, dass ich Ihnen hier Unterlagen zuschicke”.
[demnach nimmt man die Verbundenheit zu einer einzelnen Bank gerne hin; man "hofft" auf deren Loyalität und Willen, diesen Fonds am Markt zu platzieren. Die Unabhängigkeit ist scheinbar egal]
OHNE WORTE
Der Fonds hatte 1 Jahr später 46% zugelegt. Ich bzw. meine Kunden waren nicht dabei. nach dem Anruf hatte ich scheinbar keinen Drang mehr, diesen Fonds zu besitzen. Andere wohl auch nicht. Der Vermögensverwalter bedient sich mittlerweile wieder nur noch der Produkte genau der Bank, die ihm damals diesen Fonds aufgesetzt hatte. Die Bank legte ihm nämlich letztes Jahr nahe, diesen mangels Neugelder zu schliessen, was dann auch umgesetzt wurde.
[Was ist mit den Kunden des Vermögensverwalters, die noch gar nicht alle Verluste des Jahres 2008 mit dem Fonds aufholen konnten?]
OHNE WORTE
UNABHÄNGIGKEIT ist die Freiheit etwas anders zu machen als die Anderen – Im Sinne unserer Kunden. Darum legen wir heute Fonds unabhängig von Banken auf. OK, Banken dürfen diesen immerhin noch in die Wertpapierdepots unserer Kunden buchen. Das stört uns (noch) nicht (so sehr).





