20 May, 2010 – 15:16 by Zurichadvise
Anlagefonds, Fondsanalyse, Fund Services, Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor
Eine wahre Geschichte. Vor genau zwei Jahren – mitten in der laufenden Finanzkrise. Ein Anruf bei einem anderen Vermögensverwalter in der Schweiz.
“Ich habe von diesem Fonds gelesen, klingt spannend für mich, kann ich diesen am Markt erwerben?”
“…ich kann ihnen den im Moment nicht wirklich empfehlen, es ist unser einziger Fonds, er hat knapp -50% zur Zeit”
[demnach kauft man nicht, weil Dinge unterbewertet sind, sondern weil man "ein gutes Gefühl hat...] ??
OHNE WORTE
“Der Fonds ist bei der Bank XYZ aufgelegt, und so kann man den bei jeder Bank kaufen, es lohnt sich nicht, dass ich Ihnen hier Unterlagen zuschicke”.
[demnach nimmt man die Verbundenheit zu einer einzelnen Bank gerne hin; man "hofft" auf deren Loyalität und Willen, diesen Fonds am Markt zu platzieren. Die Unabhängigkeit ist scheinbar egal]
OHNE WORTE
12 May, 2010 – 21:29 by Cyberbroker
Vermögensverwaltung, Web 2.0 für Vermögensverwalter
Ich habe den Eindruck, der Cyber Broker, wie man ihn sich in den USA vor 5 Jahren vorgestellt hat, hat sich in den USA noch nicht durchgesetzt. Und auch in Kontinetaleuropa verändern sich die Dinge – zum Glück – noch nicht so schnell. Die Bremse war schlicht die globale Finanzkrise – viele Web 2.0 Projekte und Erneuerungen von Webseiten und Kampagnen wurden zurückgestellt, m.E. eine riesige Chance für die unabhängigen Vermögensverwalter. Warum? Wir haben Zeit gewonnen die Dinge im Web 2.0 zu verstehen und auf unsere spezifischen Fragestellungen anzupassen. Mit unserem AuM schaffen wir es im Team so einigermassen “gut zu leben” – man hat den Kunden in schwierigen Zeiten durch Beimischung Alternativer Direktanlagen im einstelligen Minus gehalten – gegenüber -20% bis -30% vieler Mitbewerber. Und wir haben rechtzeitig von den Korrekturen der Übertreibungen ab Mitte 2008 partizipiert. Gleichzeitig haben wir mit Guerilla Marketing Methoden und einem fast aberwitzig kleinem Budget Schritt für Schritt unsere Social Media Positionierung vorangetrieben. Wer wenig investiert, muss eben mehr Arbeitszeit und Know How in die Sache investieren. Mittlerweile haben wir über 500 Follower in Twitter, wobei das nicht unbedingt unsere beste Aktion war. Unsere Gruppe in XING ging durch die “Decke” – und mit neuen Moderatoren vervielfältigen wir jetzt unser Netzwerk. Einige Kunden und Partner haben wir so gewonnen. Überhaupt hat sich XING als wahre Goldgruppe für Business Kontakte aufgetan. In unserem Ort hat keine Bank mehr Networker in XING als wir und unsere Partner. Die Leute suchen einfach den Kontakt. Unsere LinkedIn Positionierung dagegen hat sich kaum entwickelt. Totenstille – die Leute bezahlen einfach keine Mitgliedsgebühr und nutzen zu wenig die Such- und Austauschfunktionen. Unglaublich eigentlich, wenn man sieht, wie hoch amerikanische Social Media Seiten an der Börse bewertet werden im Vergleich zur deutschen XING. Als nächsten Schritt überlegen wir, einmal einen Programmierer an unseren XING Auftritt ran zu lassen.
Leider wissen wir vom Investmentberater Community Master, dass wir hier keine Werbung für uns machen dürfen. Unser Budget lässt einfach keine Banner zu. Also belassen wir es mit diesem Erfahrungsbericht. Vielleicht entsteht ja eine Diskussion und der eine oder andere Kontakt entsteht in diesem Sinne dann doch noch??