Mit welchen Stars Finanzdienstleister werben

Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor, Savoir-voir et savoir-être

Finanzdienstleistungen sind Produkte, bei denen Vertrauen und Versprechen von Leistungen im Vordergrund stehen. Was hat Beyoncé damit zu tun? Das lösen wir am Schluss dieses Artikels auf. Die Abnehmer von Finanzprodukten sind Kunden, die mit dem technischen Grundgehalt dieser Produkte, den Prozessen und den rechtlichen Inhalten am Liebsten in Ruhe gelassen werden möchten. Nicht anders ist es zu erklären, dass so mancher Disclaimer nur noch Makulatur ist und im Internet “weggedrückt” wird.beyonce3

Im Blickpunkt dagegen stehen Personen aus öffentlichem Interesse. Sportler, Schauspieler, Sänger und andere Prominente. Ihre Augen versprechen nur Gutes. Wer kann da misstrauen? Schliesslich beinflussen Sie vor den Bildschirmen Millionen von Menschen. Leider sind Finanzprodukte nicht so simpel und kurzweilig wie eine gelungene oder misslungene Gesangsdarstellung oder ein gewonnenes Tennismatch. Auch beim Kauf  der von Prominenten (oder ganz normalen Bankangestellten auf Plakaten einiger Grossbanken)beworbenen  Finanzprodukte wundert sich im Nachgang der Finanzkrise so mancher Kunde, mit welchen sagenhaft guten Gründen eine Bank oder Versicherung heute ihre Beratungsversprechen (die eigentlich Verkaufsversprechen waren…)  von 2007 und vorher durch Hinweise auf Kleingedrucktes revidieren können.

Was zählt ist eben die persönliche unabhängige Beratung und nicht das (mit von Kunden überhöht bezahlten Gebühren) teuer eingekaufte Lächeln eines Stars.

Besonders erfolgreich werben mittlerweile Günter Netzer für Fonds, der wohl derzeit beste Tennisspieler der Schweiz für eine Versicherung oder auch ein sicher nicht mit Finanzkompetenz ausgestatteter Dieter Bohlen für die VHV Versicherungen in Deutschland etc etc.

In der Tabakwerbung ist das Zeigen von Personen mittlerweile verboten, die Verkaufszahlen sind entsprechend heruntergegangen. Die Frage ist doch, obeyonce4b wir für Finanzdienstleistungen eine ähnliche strenge Regelung benötigen.

Doch solange das noch möglich ist, wird auch der Investmentberater das Prinzip für sich nutzen. Wir steigern also mal so ganz einfach unsere Aufmerksamkeit durch Beyoncé: Sie hat vor Kurzem – ganz unbewusst – auch Werbung für sich gemacht… Nicht nur die Paparazzi sind begeistert. Ihr Bikinioberteil ließ uns tief blicken – die Auflagen der Boulevardpresse erhöhen sich. Auch wir haben einen schönen Ausblick bzw. Einblick in das Dekolleté erhalten. Frau Knowles und Ihr Busen sind eben scharf; ein echter verbliebener amerikanischer Exportschlager, nachdem so manche Bank sich vom Europäischen Festland zurückziehen musste.

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