Einmal mehr für Hedge Fonds die Lanze brechen…

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Vor gut einem Jahr haben so manche Anleger – in Ihrer Panik und Unwissenheit – Ihre Beteiligungen aus Hedgefonds abgezogen. Hauptgrund war Madoff, der zwar überhaupt keinen Hedgefonds betrieben hatte, aber dessen Betrug und die schlechte Berichterstattung dazu hatte dazu geführt, dass Anleger wie auch Berater es mit der Angst zu tun bekamen.

Etwas Gutes hatte die Krise dahingehend, dass Fehlentscheidungen die weniger professionellen Anleger zurück in die Zinswelt geführt haben. Diejenigen aber, die mit Sachverstand ein paar – auch bei einigen Hedgefonds schlechten Monate – überbrücken konnten, stehen heute oft wieder blendend da.Die Renditen haben 2009 schon im Schnitt knapp 20 Prozent betragen – und damit ein hervorragendes Jahr für Hedgefonds.

Doch durch die in der Regel übliche “High Watermark” Regel können viele Hedge-Fonds Manager die erfolgsabhängige Gebühr nur dann berechnen, wenn ihr Fonds einen zuvor erlittenen Verlust ausgeglichen haben. Ich finde das fair. Denn ein Publikumsfonds, dessen Manager lediglich einen Aktienindex nachbildet und versucht, diesen mit stark beschränkten Mitteln zu schlagen, ist da besser gefahren. Er verdient sein Geld vor allem an einer jährlich wiederkehrenden Gebühr in Prozent auf den Anlagebetrag. Somit verdient er auch ordentlich, wenn, wie geschehen, der Fonds 50% seines Wertes in der Krise verloren hatte. Allerdings sind seine Einbussen auch erheblich. Doch der Hedgefonds Manager hat in vielen Fällen in 2008 noch im positiven Bereich abgeschlossen – aber erhält fast keine Vergütung für seine Arbeit.

Man sieht also, dass Hedgefonds Manager, zumal selbst i.d.R. in Ihre eigenen Fonds investiert, genau wie ihre Anleger gelitten haben.

Ganz anders dagegen die Branche der Ego-Banken. Hier werden schon wieder weiter fleissig Boni geschrieben – völlig unabhängig von der schlechten Situation ihrer Kunden. Das können Banken vor allem, weil sie in ihren Zinsdifferenzgeschäften von der Flucht verängstigter Kunden in die Tagesgelder und Zinspapiere profitiert haben. Ganz einfach – man verleiht zu 10% p.a. an Darlehensnehmer, was man zuvor von verunsicherten Kunden zu 0.26% Jahreszins auf ein Jahr versprochen hatte. Ist doch ein fairer Deal oder?

Hand aufs Herz – wenn Banker uns jetzt langfristige Anleihen anbieten, die bei den erwarteten steigenden Zinsen, einmal gekauft, dann durch Kursverluste „glänzen“ werden, dann haben die Anleger wieder das Nachsehen.

Es ist also unabdingbar, dass wir uns mit den Finanzprodukten auseinandersetzen, die uns umgeben. Und zwar unabhängig vom Einfluss einer Bank. Ein unabhängiger Berater, der allerdings auch etwas von Hedge Fonds versteht, ist rar. Aber die Suche lohnt sich!

2 Comments

  1. Posted 6 March, 2010 at 20:09 | Permalink

    I really like your blog and i respect your work. I’ll be a frequent visitor.

  2. Posted 10 March, 2010 at 21:06 | Permalink

    eBpn5I Excellent article, I will take note. Many thanks for the story!

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