Welche Erfahrungen haben wir mit den Konstrukten im Handel von Wertgegenständen / Assets gemacht? Am Anfang war das Feuer. Wer es erfunde hatte, konnte es sicher unmittelbar eintauschen gegen etwas anderes Wertvolles. Vielleicht eine Steinschleuder. Die Probleme in diesem Vorgang waren Sicherheit / Schutz des Gegenstandes (z.B. vor Regen) bzw. des Wissens über seine Anwendung (z.B. durch Vererbung der Kenntnisse). Schliesslich trat irgendwann das Geld als Zahlungsmittelersatz ins Spiel, dann die Verbriefung. Schliesslich der Handel mit Wertpapieren, die einem versprachen, im Besitz von regelmässig bedienten Schuldverhältnissen zu sein. Und dann stellte sich heraus, das einige gierige Händler zu weit gegangen sind und zu sehr auf ihre elektronischen Risk Management Systeme vertraut haben. Das war auf dem Höhepunkte der Evolution von Kapital und Warenströmen. Es gab kaum einen Ort auf der Welt, der bei Ankündigung einer Ineffizienz nicht unmittelbar einen Investor in Form eines Anlageversprechens fand.
Dann kam der Knall.
Seit dem entwickelt sich die Welt scheinbar rückwärts. Zuerst vertrauten sich die Banken gegenseitig nicht mehr. Dann misstrauten die Parteien dem jeweiligen Underlying Ihrer Geschäfte, wenn diese mit einem Zahlungsversprechen verbrieft waren. Heute gehen einige so weit, ihrem im Prinzip effizient und vom Aktien- und Anleihemarkt weitestgehend unabängig arbeitenden Hedgefonds vorzuschreiben, gefälligst tagesliquidierbare Titel zu halten und alle Strategien zumindest dem Bankpartner gegenüber offen zu legen. In den sogenannten Managed Accounts entfallen sogar alle Private Equity Anlagen, die mangels täglicher Liquidität nicht mehr genutzt werden können. Doch diese in sorgfältiger Analyse ausgewählten und als langfristig werttreibenden Substanzen sind wichtiger Teil der von Managern erzeugten Überrenditen. Dazu entfällt die volkswirtschaftlich sinnvolle Finanzierung von Klein- und Mittelständischen Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen.
Und genau hier sollten wir Anleger, die mehr als die lausigen 2% Zinsen auf unser sauer verdientes Geld verdienen wollen, stop sagen.
Wenn wir im Private Equity kein Vertrauen mehr aufbauen wollen, dann liegt der nächste Schritt in der Konsequenz, dass wir auch dem Geldwert als Tauschmittel nicht mehr trauen und nur noch Ware gegen Ware tauschen – im gleichen Zuge. Und was das bedeutet, kann ich gerne einmal beschreiben:
- Hohe Transportkosten der Waren
- Zerstörung unserer Umwelt durch zunehmenden Verkehr
- Mehr Unfälle und Diebstähle mit der Folge höherer Versichererungskosten
- Ineffizienzen bei den Kapitalströmen und Spekulation
- bis hin zu Kriegen um den physischen Besitz von Rohstoffen etc.
Also – geben Sie sich einen Ruck und investieren Sie wieder in die Zukunft der Ergebnisse unternehmerischer Talente. Wie? Erwägen Sie ein Fondsinvestment in Private Equity. Diese unterliegen nicht an der Börse den kurzfristigen Launen von Tageskursen aussetzen lassen wollen. Es lohnt sich!





