Monthly Archives: November 2009

Sinn- und Stimmungsdefizit bei Finanzprodukten

Finanzkrise, Marketing in der Vermögensverwaltung

Mir sagte vor Kurzem ein Philosophiestudent, dass wir uns permanent in einem Finanzprodukt Sinn- und Stimmungsdefizit befinden. Ich hatte eine interesante Diskussion mit ihm und ich musste ihm zustimmen. 

Im Finanzmarketing gibt es eine gefährliche “Back to the Roots” / “Zurück zu den Wurzeln” Argumentation. Mit den Folgen der Finanzkrise versuchen einige Sympathiepunkte beim Kunden zu gewinnen, in dem sie davon sprechen, komplexe und innovative Produkte zunächst zurück zu stellen und sich wieder vermehrt auf das reine Handeln von Aktien und Renten beschränken zu wollen.
Der Erfolg von Finanzprodukten wie Fonds und Zertifikaten hängt vor allem von der derzeitigen Verunsicherung der Konsumenten ab. Wenn die Wirtschaft wieder anzieht und die Anleger wieder eine Vorstellung von ihrer Zukunft haben, werden aber sehr schnell wieder diejenigen erfolgreich sein, die ihre Kosten (Research, Effizienzen) durch standardisierte Produkte auf der einen Seite und innovative Asset Management Konzepte auf der anderen Seite verringern konnten.
Wir neigen dazu den Blick zurück nach vorn zu pflegen, weil wir noch keinen Masterplan haben, wie wir die kommenden Jahrzehnte mit unseren Kunden ausreichend ertragreich gestalten können. Dabei liegen doch einige Trends überdeutlich vor uns: Die globale Vernichtung von Ressourcen und die zunehmende Verschuldung an Stelle unternehmerischer Verantwortung und Gestaltung. Konsequenterweise gebe ich daher meinem langfristig orientierten Kunden eher die Empfehlung des Kaufs einer nachhaltigen Aktie als die einer Anleihe, die im Grunde nichts anderes ist als eine weitere “Verschuldung” mit einem Geldwert.

Informationsbeschaffung über institutionelle Fonds

Alternative Investments, Fondsanalyse, Hedge Fonds

ADVOTERIAL In Deutschland ist eine Studie erschienen u.A. darüber, wie die Informationsbeschaffung über institutionelle Fonds aufbaut und welche Erwartungen institutionelle Nachfrager haben.

im Ergebnis konnte erkannt werden, dass neben „persönlichen Kontakten“ besonders die Suche „auf der Internetseite des Anbieters“ deutlich vor Ratings, Consultants, Recherchen etc. liegt. Es zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass Fondsanbieter über ausgezeichnete Webplattformen verfügen müssen, um sich von ihren Mitbewerbern Broker-Poolabgrenzen zu können. Eine Alternative dazu ist, dass sich Fondsanbieter mit potentiellen unabhängigen Vermögensverwaltern innerhalb von Communities, wie z.B. dem Brokerage Pool treffen können.

So wurde in der Studie auch als “unabdingbare Serviceleistung” der Anbieter für institutionelle Nachfrager der „Zugriff auf Fondsmanager“ auffällig häufig genannt. Das spricht deutlich für das Bedürfnis der Berater, sich ein ganz persönliches Bild vom Fondsmanager und seiner Arbeitsweise machen zu können. Aus diesem Grunde veranstaltet der Brokerage Pool regelmässig Veranstaltungsreihen wie das „Investment Z’Nüni“. Für diese Events kann man sich auf der  Webseite des Brokerage Pool kostenfrei anmelden. Die Studie kann ebenfalls in Auszügen beim Brokerage Pool bestellt werden.

Es zeigt sich wieder: In Hedgefonds gehört einzelt investiert – nicht in Form von Dachfonds oder Fund of Funds

Alternative Investments, Hedge Fonds, Produktbereiche, Wettbewerbsstörungen

Nachdem mittlerweile auch Anleger gelernt haben, das Madoff kein Hedge Fonds war (wie in der Boulevardpresse bis heute berichtet), und das Problem darin bestand, dass die Feeder Funds (u.a. Fund of Funds) nicht etwa in einen Fonds, sondern in Handelsstrategien von Madoff angelegt hatten, stelle ich fest dass immer häufiger der Grund des Übels in dem „Versprechen“ der Anbieter liegt, ein Fund of Funds wäre wichtig, da er die Risiken eines Anlegers durch bessere Streuung verringern würde. Meine Beobachtung ist aber, das scheinbar Due Dilligence nicht effizient ist, wenn mehrere Schichten von Prüfungsunternehmen zwar vorhanden sind, aber die jeweils letzte Instanz sich immer darauf verlassen muss, was und ob die Vorangegangenen sorgfältig geprüft haben. So konnte der Anleger und Berater selber nicht erkennen, wie und mit welcher Organisation Madoff agiert hatte. Eine Diversifikation sollte stattdessen immer im Einzelnen bewertet werden, oft reichen 4 bis 5 Einzelhedgefonds für eine sinnvolle und vor allem überblickbare Diversifikation aus.

Low Budget Marketing für kleinere Unternehmen in der Finanzbranche (Teil II: P wie Physical Evidence)

Marketing in der Vermögensverwaltung

Sie werden nun sicher sagen: was ist das für ein “physical Evidence”, also physischer Beweis meiner Tätigkeit? Warum ist das in meinem Marketing relevant?

Als erstes einmal sind Sie selber ein solcher physikalischer Beweis. es gibt zwei Strategien, ob und wie Sie sich für potentielle Kunden sichtbar machen.

a) In der einen, häufigeren Form sollten Sie sich auf Ihrer Webseite mit (gutem) Foto und kurzem Lebenslauf vorstellen. Sie sollten sich als Persönlichkeit auf Social Communities (am besten Business Communities) positionieren. Ergreifen Sie selber die Intiative, sonst machen das Andere für Sie (es gibt bereits zahlreiche Web 2.0 Plattformen, die Daten über Sie zusammentragen, teilweise Daten, die sie selber nie gesehen haben, da sie von anderen Personen in das Internet getragen wurden!). Die Aussage, “ich gebe nichts in das Internet ab und so findet man mich auch nicht” war vielleicht noch im Jahre 2000 einigermassen glaubhaft und auch relevant – heute aber lachen wir und Ihre potentiellen Kunden darüber. Auch wenn Sie in Google scheinbar nichts über sich finden – wir geben Ihnen gerne persönliche Beispiele, falls Sie sich dafür interessieren, was über Sie im Internet auffindbar ist.

Mehr bildliche Sprache auch für Vermögensverwalter

Web 2.0 für Vermögensverwalter
  1. Wir haben wiederholt Fragen erhalten, warum der Investmentberater so textlastig sei. Aus aktuellem Anlass können wir das jetzt thematisieren.
    Zum einen handelt es sich um eine Community VON Personen aus dem Umfeld der Dienstleistungen für Vermögensverwaltung - FÜR Personen aus der Vermögensverwaltung. Insofern gibt es hier keinen kommerziellen Wächter, der blinkende Werbebotschaften oben und unten, links und rechts einsetzt, um damit womöglich seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Was nicht bedeutet, dass es begrenzt einmal Werbebotschaften geben wird, wenn diese unmittelbar Relevanz für unsere Branche haben. Wir Master Autoren hoffen, das das geschätzt wird.communicate
  2. Am liebsten verbringen wir doch Zeit mit unseren Kunden. Die Erstellung von Fotos und die Erstellung von Grafiken ist ein nicht zu unterschätzender Zeitfaktor. Dazu kommt, dass die gelegentliche Übernahme von Bildern mit unbekannter Herkunft bislang immer ein wenig die Unsicherheit mitbrachte, eine Abmahnung einzufangen.

JETZT gibt es Erleichterung: 

Low Budget Marketing für kleinere Unternehmen in der Finanzbranche (Teil I: P wie Promotion)

Marketing in der Vermögensverwaltung, Visualisierungen im Beratungsgespräch

[Trigami-Anzeige] Kennen Sie das? Geht man nach den Empfehlungen der Berater und Messestände, dann sollten Sie als Vermögensverwalter, neu im Geschäft, zunächst einmal einen fünfstelligen Betrag in Marketing investieren. Das muss nicht so sein. Um ein Corporate Design systematisch neu aufzubauen, sollte man sich bereits im Business Plan Gedanken gemacht haben. Idealerweise hat man auch visuelle Markenzeichen (Logo, Farben, Stil) für sich entdeckt und entwickelt. Dabei helfen kleine Marketing Agenturen oder z.B. der Brokerage-Pool, der so etwas für und gemeinsam mit seinen Mitgliedern macht. Dann geht es darum, neue Technologien im Internet einzusetzen und einen Abend Zeit zu investieren. Als Brokerage Pool haben wir die Erlaubnis erhalten, auf dieser Plattform einmal die 7 P’s im Dienstleistungs Marketing für die Leser in 7 Teilen über die nächsten Wochen darzustellen.
Menschen reagieren deutlich intensiver auf Bilder als auf Worte. Sie sollten also Ihre Digitalkamera stets dabei haben. Motive gibt es genug: Ihre Mitarbeiter, Ihr Büro, Ihr Gebäude, Screenshots, Assets, in die investiert wird etc. Und dann kann man sich schon als erstes einmal ein Corporate Design Photo Buch anlegen: Extrafilm ist meiner Meinung nach das ideale Tool um mit wenig Aufwand aber grossem Effekt ein einheitliches Unternehmensprofil / Logo / Bilderimage zu erzeugen. Es ist wirklich leicht, so etwas selber zu machen - und gerade in der Vorweihnachtszeit gibt es bei Extrafilm konsequent auch 20% Mengenrabatt ab einer Bestellung von 2 identischen Produkten, d.h. es muss nicht dasselbe Design sein, aber extrafilmlogodasselbe Produktformat (z.B. Foto-Kalender, Agenden, Fotobücher, Leinwände etc.
Toll finde ich die versandkostenfreie Lieferung ab einem Nettorechnungsbetrag von 70 CHF und die Tatsache, dass die Aktion noch bis 28.02.2010 unendliche Male genutzt werden kann. Benutzt dafür diesen Link hier: http://www.extrafilm.ch/weihnachten?epc=TRXP9867 Übrigens – das Weitergeben ist erlaubt und erwünscht – wie üblich im Web 2.0!

Über die Gefahr, als Bank einem falschen Trend aufzusitzen

Beratungstechnologie, Web 2.0 für Vermögensverwalter

Mal losgelöst von der Finanzkrise – Meiner Meinung nach laufen Banken häufig – von falschen Meinungsbildnern getrieben – falschen Trends in der IT hinterher, ohne diese für ihr Geschäftsmodell ausführlich zu testen und Kunden und Partner ausreichend zu befragen. Ein paar Beispiele:
1. Schweizer Banken mussten ca. 1999-2001 Ihre E-Commerce Kampagnen und damit zwei- bis dreistellige Millionenbeträge abschreiben (u.A. UBS E-Services und Funds@UBS und Credit Suisse mit e-solutions). Der UBS-Konzern lancierte sein e-services-Projekt im 3. Quartal 1999 und musste die auf den Massenanlagekundenmarkt gerichteten Call-Center auflöst und die Anlagen und Software im Geschäftsjahr 2000 abgeschrieben. Der Geschäftsaufwand für E-services betrug damals über CHF 300 Millionen in 2000 und CHF 39 Millionen in 1999, wobei immerhin einige entwickelte Systeme (Multi-Currency, Multi-Entity) im Rahmen der Vermögensverwaltungsstrategie für den europäischen Markt eingesetzt werden konnten.
2. Zahlreiche Grossbanken erneuern alle 3 Monate Ihr Webseiten-Layout – wofür? Ich kann mit meinem Account Manager noch nicht einmal über XING kommunizieren, weil es ihm seine Bank verboten bzw. gesperrt hat
3. Zuletzt noch wurden Aufwendungen bei Grossbanken in die Modernisierung der Filialen (Shopsysteme und so ein Mist) gesteckt – Hallo?
4. Gross im Trend liegt die Verbesserung strategischer interner Planungs- und Steuerungsprozesse – vor allem eben weil man sich bekannt mit toxischen Papieren auf eigene Rechnung verspekuliert hatte. Natürlich auch die Installation neuer Frühwarnmelder gegen Kundenabwanderungen. Verständlich. Muss man haben.

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