Guerilla Marketing kommt in die Schweiz

Marketing in der Vermögensverwaltung, Web 2.0 für Vermögensverwalter

[Trigami-Review]
Es ist zwar kein Finanzthema, aber ich habe mit Freude gesehen, dass sich Guerilla Marketing auch in den Dienstleistungsbereich der Schweiz traut. grillalarm.ch hat sich zum Ziel gesetzt, mit einer Viralkampagne den Burger King mal so richtig aufzumischen und in der guerillagrillerSchweiz ein wenig (viel) Öffentlichkeit zu geben. Interessant allemal einmal zu sehen, wie so eine Kampagne in der Praxis läuft und was man davon ggf. auch für das eigene Marketing lernen kann. Und natürlich die Chance, für 30 Minuten lang WHOPPER for FREE zu essen. Burger King verdient es meiner Meinung nach irgendwie auch, im Vergleich zu dem (noch) übermächtigen Konkurrenten, der uns in Innenstadtlagen sein Essen förmlich aufzwingen will, eine neue Chance zu bekommen. Die Kampagne hat mich spontan überzeugt, und so möchte ich ein wenig davon berichten.
Die Idee der Kampagne, die in der Schweiz gerade erst angelaufen ist, ist es, Ihr Logo so oft wie möglich unterzubringen –vor allem mit Farbspray und an unterschiedlichsten Stellen, die eben nicht so ganz illegal sind (sie wollen ja nicht vor den Richter gestellt werden…). Auf diversen Videos sieht man, wie die Kampagne angelaufen ist – allesamt Beispiele, wie die Guerilla Griller „überraschend“ ihr Logo aufzusprühen und bei Entdeckung sofort das Weite suchen. Zu den gewissen Objekten und Subjekten, die eben werbewirksam, aber im Einzelfall nicht strafrechtlich eine Verfolgung verlangen dürften, gehören eine Kuh (wahrscheinlich im Privatbesitz eines Kampagnemitglieds?), ein knutschendes Pärchen im Park, ein Mädchenrücken im Schwimmbad und vor allem auch eine Häuserwand einer BURGER KING-Filiale (siehe Videolinks weiter unten). Das man selber zahlreiche BURGER KING-Plakate mit dem Logo verzieren darf, versteht sich von selbst – sich selber darf man ja schliesslich „schaden“…). das ist gut durchdacht, und die anfängliche Aufregung unserer “ordentlichen” Mitbürger dürfte sich spätestens jetzt ein wenig gelegt haben…
Ich bin bereits jetzt sicher, die Kampagne wird ein Erfolg. Zu wenig Überraschung bietet sich uns in unserem Alltagsleben. Es wird auch deutlich werden, dass Guerilla Marketing in der Lage ist, auch grosse Unternehmen voran zu bringen. Das Image, Kampagnen dürften nur mit einem sehr geringen Budget funktionieren, möchte ich hier entkräften – schliesslich wird auch hier der positive Effekt den Aufwand völlig relativieren. Und wenn Burger King es schafft, sich auch mit dieser Aktion in einem jugendlicherem Image zu positionieren und sich so vom Kinderimage des Konkurrenten abzuheben, dann dürften sie viel erreicht haben.
Wie es sich für eine Online Guerilla Kampagne gehört, hat man sich natürlich auch gleich eine Fangemeinde in Facebook, bei Twitter und auf diversen Videosites aufgebaut z.B. bei Clipfish, clipser, myvideo oder youtube. Wir dürften auch nicht die einzige Webcommunity sein, die das Geschehen verfolgt.
In Zürich, Schweiz ging die Aktion am Montag los –die Burgerkings in der Hauptstadt guerillagrilleraufruhrwaren also schon fällig, jetzt geht es weiter und es werden wohl der Reihe nach Winterthur, Rümlang, Brüttisellen, Glarnerland und Luzern, Oerlikon, Bern, Alchenflüh, Stans und Basel gestürmt. Die Sympathisanten der Aktion können sich als Andenken gleich ein T Shirts bestellen. Und das sind nicht wenige wie man hier sieht.  Aber im Mittelpunkt steht die Aufmerksamkeit, das Image, man wäre bereit, im Markt die Initiative zurückzugewinnen und das ganze auch mit einer Portion Humor zu verbinden.
Nicht auszudenken, es gäbe auch einmal in unserer Branche eine „Fonds for Free“ Kampagne (hier food for free). Die Fondsbranche könnte jedenfalls einen Guerillakrieg gebrauchen.

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