Monthly Archives: October 2009

ETF versus Index Zertifikat

Produktbereiche, Strukturierte Produkte

Ich möchte als Angestellter eines unabhängigen Vermögensverwalters einmal von meinen Erfahrungen mit den sogenannten Beratungs- und Unterstützungsleistungen der sogenannten Intermediärprogramme von Banken berichten.

Vor einiger Zeit wollte mein Vorgänger meine Kunden zu einem Teil in China positionieren und unser Komitee war dazumal übereingekommen, passive Indexinstrumente einzusetzen. Natürlich war ich erstaunt, dass man uns im Gespräch mit dem Custodygeber, einer grossen Bank, nicht die üblichen öffentlich zugelassenen Aktienfonds unter die Nase hielt, sondern ganz entsprechend der Neigung meines Vorgängers tatsächlich ein passives Indexprodukt, eben ein Zertifikat auf den chinesischen Index, angeboten hatte. ETF_China_vs_Zertifikat_ChiBeim Wort „Zertifikat“ hätten ja damals eigentlich schon seine Alarmglocken klingen müssen, denn da haben wir alle ja schon einiges erlebt – doch mein Vorgänger erwähnte, es wäre „Open End“. Nun ist ein Jahr vergangen, wir sind eigentlich recht zufrieden, doch bei einer Analyse fällt mir auf, wieso unser Indexzertifikat stetig deutlich hinter dem HangSeng bzw. HSCEI zurückgeblieben ist.

Die Bedeutung der neuen Doppelbesteuerungsabkommen für ausländische Kunden in der Schweiz

Bankgeheimnis

Ich wurde gebeten, hier einmal etwas über die neuen Regelungen zum Schweizer Informationsaustausch in Geldanlagen zu schreiben. Durch die neue Regelung im Austausch von Auskünften über Steuerverhältnisse wird nationalen Steuerbehörden ermöglicht, eine korrekte Anwendung ihrer inländischen Rechte zu allen Steuerarten sicherzustellen. Diese Möglichkeiten basieren auf Artikel 26 der OECD Model Convention. Dieser Artikel 26 bedeutet jedoch nicht automatisch einen Informationsaustausch zwischen den Staaten. Die Schweiz machte sehr deutlich, dass diese Formen des Informationsaustausches in keinem Falle automatisch ausgeführt werden könnten und im Einzelfall immer eine formale Anforderung von Informationen besonders spezifiziert werden müssten, d.h. nicht nur der volle Name und Adresse des Steuerschuldners, auch Name- und Anschrift der Person und des Instituts, die im Besitz der angeforderten Informationen stehen, müssten genannt werden. Darüber hinaus müssen Steuerzweck und betreffende Zeiträume aufgeführt werden, für die die Informationen gesucht werden. Der betroffene Anleger hat im Zweifel auch immer einen Schutzanspruch auf ein ordentliches gerichtliches Verfahren einschließlich eines abschließenden Berichts durch ein formales Gericht in der Schweiz.
Innerhalb eines halben Jahres hatte der schweizer Staat 15 Bestimmungen über den Informationsaustausch in bilateralen Verträgen anpassen müssen. Die Vertragspartner waren die USA, Grossbritannien, Japan, Niederlande, Polen, Dänemark, Österreich, Singapur und Frankreich. Hinzu wird nun auch Russland kommen, wobei die Regelungen wohl erst in 2010 rechtswirksam abgeschlossen werden können.

Guerilla Marketing kommt in die Schweiz

Marketing in der Vermögensverwaltung, Web 2.0 für Vermögensverwalter

[Trigami-Review]
Es ist zwar kein Finanzthema, aber ich habe mit Freude gesehen, dass sich Guerilla Marketing auch in den Dienstleistungsbereich der Schweiz traut. grillalarm.ch hat sich zum Ziel gesetzt, mit einer Viralkampagne den Burger King mal so richtig aufzumischen und in der guerillagrillerSchweiz ein wenig (viel) Öffentlichkeit zu geben. Interessant allemal einmal zu sehen, wie so eine Kampagne in der Praxis läuft und was man davon ggf. auch für das eigene Marketing lernen kann. Und natürlich die Chance, für 30 Minuten lang WHOPPER for FREE zu essen. Burger King verdient es meiner Meinung nach irgendwie auch, im Vergleich zu dem (noch) übermächtigen Konkurrenten, der uns in Innenstadtlagen sein Essen förmlich aufzwingen will, eine neue Chance zu bekommen. Die Kampagne hat mich spontan überzeugt, und so möchte ich ein wenig davon berichten.
Die Idee der Kampagne, die in der Schweiz gerade erst angelaufen ist, ist es, Ihr Logo so oft wie möglich unterzubringen –vor allem mit Farbspray und an unterschiedlichsten Stellen, die eben nicht so ganz illegal sind (sie wollen ja nicht vor den Richter gestellt werden…). Auf diversen Videos sieht man, wie die Kampagne angelaufen ist – allesamt Beispiele, wie die Guerilla Griller „überraschend“ ihr Logo aufzusprühen und bei Entdeckung sofort das Weite suchen. Zu den gewissen Objekten und Subjekten, die eben werbewirksam, aber im Einzelfall nicht strafrechtlich eine Verfolgung verlangen dürften, gehören eine Kuh (wahrscheinlich im Privatbesitz eines Kampagnemitglieds?), ein knutschendes Pärchen im Park, ein Mädchenrücken im Schwimmbad und vor allem auch eine Häuserwand einer BURGER KING-Filiale (siehe Videolinks weiter unten). Das man selber zahlreiche BURGER KING-Plakate mit dem Logo verzieren darf, versteht sich von selbst – sich selber darf man ja schliesslich „schaden“…). das ist gut durchdacht, und die anfängliche Aufregung unserer “ordentlichen” Mitbürger dürfte sich spätestens jetzt ein wenig gelegt haben…
Ich bin bereits jetzt sicher, die Kampagne wird ein Erfolg. Zu wenig Überraschung bietet sich uns in unserem Alltagsleben. Es wird auch deutlich werden, dass Guerilla Marketing in der Lage ist, auch grosse Unternehmen voran zu bringen. Das Image, Kampagnen dürften nur mit einem sehr geringen Budget funktionieren, möchte ich hier entkräften – schliesslich wird auch hier der positive Effekt den Aufwand völlig relativieren. Und wenn Burger King es schafft, sich auch mit dieser Aktion in einem jugendlicherem Image zu positionieren und sich so vom Kinderimage des Konkurrenten abzuheben, dann dürften sie viel erreicht haben.
Wie es sich für eine Online Guerilla Kampagne gehört, hat man sich natürlich auch gleich eine Fangemeinde in Facebook, bei Twitter und auf diversen Videosites aufgebaut z.B. bei Clipfish, clipser, myvideo oder youtube. Wir dürften auch nicht die einzige Webcommunity sein, die das Geschehen verfolgt.
In Zürich, Schweiz ging die Aktion am Montag los –die Burgerkings in der Hauptstadt guerillagrilleraufruhrwaren also schon fällig, jetzt geht es weiter und es werden wohl der Reihe nach Winterthur, Rümlang, Brüttisellen, Glarnerland und Luzern, Oerlikon, Bern, Alchenflüh, Stans und Basel gestürmt. Die Sympathisanten der Aktion können sich als Andenken gleich ein T Shirts bestellen. Und das sind nicht wenige wie man hier sieht.  Aber im Mittelpunkt steht die Aufmerksamkeit, das Image, man wäre bereit, im Markt die Initiative zurückzugewinnen und das ganze auch mit einer Portion Humor zu verbinden.
Nicht auszudenken, es gäbe auch einmal in unserer Branche eine „Fonds for Free“ Kampagne (hier food for free). Die Fondsbranche könnte jedenfalls einen Guerillakrieg gebrauchen.

Vermögensverwaltung 2.0

Web 2.0 für Vermögensverwalter

Seit Neuestem bin ich nun Beta Tester für die Wordpress Funktionen per iPhone.  Was viele Leser iphonevielleicht nicht wissen: Die Plattform Investmentberater auf der wir hier mittlerweile tausende Leser im Monat haben baut auf “Open Source Technologie” auf. Einfach ausgedrückt, dieses Tool ist aus dem Interesse einiger Programmierer entstanden und wird stetig durch eine ganze Community von Fans erneuert und verbessert. Genau diese Unabhängigkeit wünschen wir Vermögensverwalter uns eigentlich auch. Vielleicht gelingt es uns bald, ein bankunabhängiges Custody für die Depots unserer Kunden darzustellen. Erste Anbieter in Europa konnte ich testen und es ist definitiv der Weg in die Zukunft.

Übrigens – der Investmentberater ist noch nicht für das iPhone optimiert. So nimmt das iPhone die Website und schrumpft sie zunächst einmal. Die Inhalte werden aber nicht linearisiert oder vereinfacht, wie bei vielen anderen Telefonen. Man sieht das Original-Layout in der “Totalen” und muss zum Lesen und Klicken erst hineinzoomen, was aber mit dem Daumen und Zeigefinger wirklich leicht funktioniert.

Zunehmende Regulierungen von Hedge-Fonds führen in die falsche Richtung

Alternative Investments, Hedge Fonds, Produktbereiche

In vielen Zeitungsartikeln werden alle Hedge-Fonds Strategien über einen Kamm geschert. Den Fonds wird oft in polemischer Weise vorgeworfen, eine wesentliche Schuld an der Finanzkrise zu haben. Hierzu gibt es zwei Ebenen, das zu widerlegen: die echten Gründe für die Krise und die Anlegersicht

Dhedgefondsie Finanzkrise nun den Hedgefonds in die Schuhe zu schieben, widerspricht allen Ergebnisses der Aufarbeitung der Krise. Die übermässige Verschuldung der US Gesellschaft und Staat war schon seit Jahren ein Fakt – und die Korrektur hätte früher oder später kommen müssen. Übermässige und mittlerweile allgemein als bremsend für die Entwicklung von Volkswirtschaften betrachtete US Regulierungen wie Sabanne Oxley haben nicht geholfen, im Gegenteil, die beteiligten Gesellschaften wogen sich in (falscher) Sicherheit.

Verkaufstraining und Verkaufskybernetik – Ein Turbo für Hunter in der Schweiz

Einwandbehandlung - leicht gemacht, Empfehlungsmarketing, Fortbildung, Gesprächstechnik, Kaltakquise

[Trigami-Anzeige]
Wer bis 2007 als Vermögensverwalter oder Fondsberater grosse Volumina an Kundenassets erworben, übernommen oder geerbt hatte, konnte sich als „Farmer“ in der Vergangenheit zurücklehnen. Die Kunden waren relativ wenig anspruchsvoll, die Banken, die Custody Dienstleistungen und Produkte beisteuerten waren in Ihrem Image solide. Mit der Einführung von Diskussionen und Regelungen um Abschreibungen, Kursverlusten, Retrozessionen, TER, MIFID und der schrittweisen Aufweichung des schweizer Bankgeheimnisses kamen zunehmend die „Hunter“ ins Gespräch – Berater, die es verstanden, Kunden von anderen Instituten abzuwerben, neue Kunden zu gewinnen und zu binden. Was braucht ein Banker bzw. Berater um Eigenschaften und Fähigkeiten eines „Hunter“ zu gewinnen? Erfolgreich und bewährt ist die Kybernetic und die Bereitschaft, bestehende verkäuferische Fähigkeiten von externer Seite überprüfen zu lassen und stetig durch Fortbildung zu verbessern. Mit Umberto Saxer gibt es jetzt auch einfache, praxisorientierte und vor allem praxiserprobte Techniken, die von jedem Berater nachvollzogen und angewandt werden können. Als Einstieg biete Herr Saxer ein kostenloses Probeseminar. Noch nicht überzeugt? Herr Saxer erläutert in einem Video persönlich, worum es in seinem Seminar geht.
Nachlesen kann man die Erfahrung von Herrn Saxer und seinem Team auch auf seiner Webseite. Umberto Saxer arbeitet in seinen Seminaren mit erfahrenen Trainern, die auf unsere Fragen eingehen und somit helfen, konkrete Lösungen und Techniken auch für unser spezielles Geschäft anzuwenden. Auch liegen Vorteile in den gemischten Teilnehmergruppen – es entstehen oft Netzwerke und Lerngruppen, die eine kontroverse, da branchenübergreifende Anwendbarkeit einstudieren. Dabei ist nicht wichtig, ob die Teilnehmer Verkaufsleiter oder Telefonverkauf machen, jeder, der direkten Kundenkontakt hat, wird mit den Umberto Saxer Techniken Widerstände lösen können und grössere Ziele erreichen. Hier gibt es Informationen zu den Orten und Zeitpunkten der Gratisschulungen in der Schweiz.
Wie wichtig Telefonmarketing ist, brauche ich hier wohl nicht zu erwähnen. Speziell zu diesem Thema ist beim Investmentberater noch eine Reihe von Beiträgen zur Diskussion geplant. Übrigens, so ein Verkaufstraining eignet sich natürlich auch für ganze Teams und das Firmentraining. Verbesserte Kommunikation, Weiterbildung und Verkaufsförderung sind Dinge, die den Umsatz bei geringem Aufwand erheblich steigern können. So ein Verkaufstrainer lebt natürlich davon, dass wir mit Begeisterung ein weiteres Seminar besuchen oder Empfehlungen aussprechen. Umso überzeugender fand ich seine Idee, 2 Stunden und 50 Minuten an kostenfreiem Training anzubieten.
Inhalte sind interessante Fragestellungen, z.B. wie man „Geschäfte“ einfach viel umfangreicher (grösser, wertvoller) machen kann oder Weiterempfehlungen stimulieren kann. Das Seminar stellt sich auch der Frage, warum jemand Einwände bekämpfen soll, wenn er diese durch kybernetisches Vorgehen von Vorherein vermeiden kann.