Heute kündigt Bernake in den USA an, das die Rezession vorbei wäre – das mag so manchen überraschen – wir “fühlen” uns weit davon entfernt - 35.000 Bankjobs sind alleine in London verloren gegangen und werden auf absehbare Zeit nicht ersetzt werden. Bleibt die Frage, wer nun diesen Anteil an der (bereits gestiegenen) Nachfrage nach globaler Allokation von Kapital in der Zukunft übernehmen wird. Aus meiner Sicht ist jetzt die Chance der bankunabhängigen Finanzberatung gekommen. Das bedingt, dass unsere potentiellen Kunden auf breiter Basis bereit sind, das “vermeintliche Risiko” einzugehen, nicht in erster Linie einem Bankschalter in Geldanlagen zu vertrauen, sondern einer Person, die als Vermögensverwalter, Asset Manager, Finanzberater, Fondsberater oder wie auch immer auftritt. Dabei werden wir gehörig Konkurrenz von Ex-Bankern erhalten. Wir sind auch aufgerufen, den (Mehr)Wert eines Beraters zu beweisen, der bereits viele Jahre seine Kunden unabhängig vom Gehalt einer Bank beraten hat.
Dieses Vertrauen werden wir auf breiter Basis nur erhalten, wenn wir eine enge persönliche Beziehung zu unseren Kunden aufbauen und Zugang zu leistungsfähigen Systemen und Produkten haben. Wir können uns dabei weder auf eine starke Lobby noch auf wohlgesonnene Printmedien verlassen. Besonders letztere sind in diesen schwierigen Zeiten um so mehr davon abhängig, als Gegenleistung zu Werbeanzeigen ALLES zu schreiben, was die Banken und Asset Manager von ihnen verlangen. Ein Grund mehr, sich als Finanzdienstleister gründlich mit den Möglichkeiten und Chancen des Internet und sozialer Communities auseinanderzusetzen.





