In einer Umfrage vom CFA Institute glauben immerhin fast drei Viertel (73 Prozent) der Teilnehmer einer Umfrage für Privatanleger und Geschäftskunden dass das Produktangebot eher durch Provisionsstrukturen als durch die Ausrichtung am tatsächlichen Bedarf des Kunden bestimmt ist. Das CFA Institute ist ein Berufsverband für Finanzanalysten und Investmentexperten.
Immerhin sagen 78 Prozent der Teilnehmer es wäre notwendig, die Eignung bestimmter Anlageprodukte für Kunden einmal zu überprüfen. Dabei wurden am häufigsten die Produktgruppen Hedge-Fonds (61 Prozent), Hedge-Dachfonds (60 Prozent) und strukturierte Anlageprodukte (56 Prozent) genannt. Bemerkenswert finden wir, denn sogenannte staatlich geprüfte Fonds wie zum Beispiel öffentlich zugelassene Aktienfonds, die im Gegensatz zu alternativen Anlagen in 2008 bis über 50% Wertverlust notierten, man für weniger prüfungsrelevant hielt. Allerdings lagen die Hauptursachen, die die CFA-Mitglieder zu dieser Einschätzung veranlassen vor allem im Liquiditätsrisiko (80 Prozent), im Kontrahentenrisiko (63 Prozent) und nur zu 46 Prozent im Investitionsrisiko. Gerade Letzteres ist aber genau der kritische Punkt, den auch Anleger von Ihren Beratern erwarten. Berater sind also aufgefordert, sich der unterschiedlichen Korrelationen der empfohlenen Fonds zu klassischen Marktanlagen genauer anzusehen. Wie stark ist also ein Kundenportfolio von den Entwicklungen am Kapitalmarkt direkt und unmittelbar abhängig und wie liesse sich diese Abhängigkeit allenfalls reduzieren?
Durchgeführt wurde die Umfrage im Januar 2009 unter den in der EU ansässigen Mitgliedern des CFA Institute in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission (Antworten von 1.027 Teilnehmern).
Zu den Ergebnissen in Englisch gelangen Sie hier: http://www.cfainstitute.org/aboutus/press/survey/pdf/retailinvestmentproductspoll.pdf






One Comment
Richtig!
Kunden, Politikern, Investoren, Regulatoren, Pensionskassen eigentlich alle verlieren lieber 50% und mehr mit sogenannten Transparenten Anlagen wie zum Beispiel AIG, GE, Lehman, UBS, öffentliche Fonds usw.
Als 2% Minus zu machen mit ‘intransparenten’ Anlagen egal welcher Art.
Alt und bewährt? Neu und unbewährt? Je grösser und bekannter desto besser?
Es lebe die Herde der Lemminge, die zu gleichen Zeit das gleiche tun, denn gleich und gleich gesell(schafte)t sich gern.
Echte Diversifikation geht komplett alternative Wege.