Michael Jackson und 500 Millionen Dollar Schulden

Absicherungsstrategien von Vermögen, Lustiges und Trauriges aus dem Finanzsektor , , , , , , , ,

Nun ist er tot und hinterlässt eine Menge Schulden, die womöglich seine Vermögenswerte, die nun ggf. zusammenschrumpfen, übersteigen. Schauen wir zuerst seine Vermögensseite an:

Er hat 61 Millionen Alben in den U.S.A verkauft und hatte mit Walt Disney eine Attraktion in Form eines 3-D Films im Themen Park mit dem Namen “Captain EO”.
Sein wahrscheinlich grösster Vermögenswert aber waren die 2001 von ATV erworbenen Beatles-Rechte von 259 von Lennon / McCartney geschriebenen Liedern. Diese erwarb er allerdings mit Hilfe eines $200 Million Darlehen der Bank of America und Verpfändung von 50% seiner Rechte. Und da sind da eben auch noch die Vermarktungsrechte seiner eigenen Songs. Dann gab es die Neverland Ranch, die auch als Sicherheit für Darlehen verpfändet wurde. Zuletzt stand diese leer, der King of Pop wohnte ja schon einige Zeit in einer anderen grossen Villa. Seine finanzielle Situation verschlechterte sich zusehends.

Michael Jackson machte immer mehr Schulden und schon 2002 wurden Jacksons Vermögensverhältnisse Gegenstand eines Rechtsfalls, als Union Finance & Investment Anklage erhoben hatte und 12 Millionen Dollar von Jackson einforderte. Auch in 2003 schrieb das Magazin Forbes seine Schulden beliefen sich auf $200 million, also mehr als das Doppelte seiner damaligen Vermögenswerte.

Dank Gönnern kam Jackson aber immer wieder zu Geld. Unter ihnen war Scheich Abdulla bin Hamad Al Khalifa, Sohn des Königs von Bahrain. Als Gegenleistung für Millionen an Unterstützung sollte Jackson ein Album und eine Autobiographie herausgeben. Es kam aber nichts, es gab einen Prozess, der mit der Zahlung eines Betrags in unbekannter Höhe beigelegt wurde.

Es wurden oft Auktionen von Jacksons Memorabilien angekündigt – doch diese haben nie stattgefunden. Da kommt also noch etwas auf den (dummerweise im Moment nicht sonderbar liquiden) Markt. Die wertvollsten Vermögenswerte werden allerdings nicht öffentlich versteigert. Einem Gerücht nach zu Folge soll Jackson die Rechte am Beatles-Song-Katalog dem Ex-Beatle Paul McCartney vermacht haben. Die Rechte auf Jacksons eigene Songs dürfte sich seine Familie und das Musikunternehmen Sony gesichert haben. Zuletzt soll Jackson jährlich 20 bis 30 Millionen mehr ausgegeben als eingenommen haben. Trotz seiner Schulden wurde der Star erst kürzlich wieder bei einer ausgedehnten Shopping-Tour in Las Vegas beobachtet, wo er Zehntausende von Dollar in spontanem Kaufrausch ausgab.

Was sagt uns das alles?? Mit grossen Vermögen ist eine gute Finanzplanung so imminent wichtig. Und zwar nicht nur hinsichtlich der Anlage- und Portfolio Planung, sondern vor allem und zuerst für den Fall des Ausfalls der Key Person (seine 50 geplanten Konzerte hätten knapp 400 Millionen einbringen können…), dem Fall eines plötzlichen Ablebens oder der Krankheit des Ernährers in einer Familie und schliesslich dem Management von Cash und Outflow auch in Krisenzeiten. Besteht die Gefahr, dass Menschen mit Geld nicht sonderlich gut umgehen können, dann kann man mit Hilfe von Stiftungen und Lebensversicherungen wenigstens alles regeln. Im Fall Michael Jackson dürfte es noch Überraschungen geben.

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *

*
*