Erschütternd wie der grosse Zustrom von Geldern im Rahmen der Finanzkrise u.a. zu den Raiffeisenkassen zustande gekommen ist. Was hat Raiffeisen daraus gemacht? Man kann deren neue Kunden nur vor den mangelden Beratungskapazitäten in Bezug auf die Depotführung warnen. Geht man z.B. als Anleger auf die seit geraumer Zeit starren Anlageempfehlungen der Bank , so könnte man meinen, es gäbe eigentlich nur 5 Typen von Anlagestrategien, die für einen Anleger in Frage kämen: Sicherheit, Einkommen, Ausgewogen, Wachstum und Aktien. Prompt erhält man dann auch den Anlagevorschlag vom Computer, individuelle Betrachtungsweisen fehlen hier genauso wie der Hinweis, welchen Wert Alternative Anlageprodukte zu Erfolg und Stabilität einer Gesamtallokation beitragen können. Immerhin ist man so fair dem Kunden deutlich zu machen, dass man mit den Raiffeisen Vorschlägen in der Vergangenheit wunderbar Geld vernichten konnte. Und dabei dürften diesen Darstellungen noch beschönigt worden sein, da diese Strategien im Wissen um die Vergangenheit erstellt wurden. Wer also ausgewogen oder gar in Aktien anlegte, verlor über knapp zwei Jahre zwischen 20 % und 50% seines Vermögens. Die völlig unzureichende Ausstattung mit 2.5% des Depotwertes in einem Dachhedgefonds, der stabilisierend mit seinen schwachen knapp 10% Verlust in 2008 das katastrophale Ergebnis kaum zu vermindern vermochte, spricht ebenfalls Bände. Wir schätzen uns glücklich, dass uns zudem die sicherheitsorientierten Depotvorschläge ab Oktober 2008 erspart geblieben sind, wahrscheinlich wurde der Verlust zu hoch um ihn auf der Webseite noch darstellen zu wollen.
Es bleibt noch zu erwähnen, dass sämtliche Wertverläufe ohne Berücksichtigung der Kaufspesen der Fonds gezeigt werden und dass es die Raiffeisen es bei Umsetzung Ihrer Anlagevorschläge geschafft hat, sämtliches Geld unter Konzerneinfluss zu behalten und ausschliesslich eigene Produkte bzw. die des strategischen Partners Vontobel zu platzieren. Auch das ist nicht im Sinne des Kunden, wo mittlerweile bereits viele wissen, dass jede Firma sowohl gute wie auch schlechte Produkte haben muss, um profitabel sein zu können. Und wo diese zu finden sind, dabei hilft Raiffeisen schlichtweg überhaupt nicht.
Übrigens, einen ersten Schritt in die richtige Richtung können Sie mit einem unabhängigen Vermögensverwalter machen, ohne gleich die Raiffeisen verlassen zu müssen. Er hilft Ihnen Ihr Depot bei der Raiffeisen neu zu organisieren und schaut dabei auch Ihrer Bank auf die Finger, wenn es um deren Gebührenpolitik geht.






One Comment
Dieser einseitige Bericht wird wohl von einem “unabhängigen” Vermögensverwalter geschrieben worden sein. Ich hatte mein Vermögen in den letzten 5 Jahren bei einem solchen parkiert. Glauben Sie mir, die Performance war nicht besser, im Gegenteil! Nun bin ich bei Raiffeisen und habe mich dort persönlich beraten lassen – sehr kompetent und fair!
Als mir diese Retrozessionen und Rückvergütungen meines letzten “unabhängigen” Vermögensverwalters gesehen habe, wurde es mir ja fast schlecht! Diese wurden zum Honorar hin zusätzlich verdient und alles für die Unabhänigkeit.
P.S. Das Depot wurde bei der UBS geführt
Bis heute kennen alle Banken verschiedene Risikotypen, welche als Grundlage für den Anlagevorschlag dient. Gerne würde ich einen Anlagevorschlag von Ihnen sehen…