Die Venture Capital Industrie hat ihren Höhepunkt erreicht als über 100 Milliarden $ im Jahre 2000 in Risikobeteiligungen flossen. Nach den Turbulenzen und Platzens der Dotcom Blase hat die Venture Capital Industrie inzwischen wieder Aufwind bekommen und immer mehr Investoren beteiligen sich an Venture Projekten. Jedoch ist der Höhepunkt der Entwicklung des Jahres 2000 noch nicht erreicht.
Das Venture Capital ist eine bestimmte Form von Private Equity. Im sogenannten Venture Capital wird Kapital einem Start-up Unternehmen zur Verfügung gestellt, die wenig oder keinen Zugang zu traditionellem Kapital (i.d.R. bankkredite) bekommen. Der sog. ‚Venture Capitalist’ sammelt Geld von Investoren in einem Fonds und investiert es in neugegründete Firmen mit besonderem Potential. Es ist zu beachten, dass der Venture Capitalist auch an strategischen Entscheidungen des Unternehmens partizipiert und i.d.R. auch im Aufsichtsrat sitzt. Er eröffnet dem Unternehmer nicht nur Zugang zu Kapital, sondern auch zu spezialisiertem know how und intellektuellem Kapital. E ist durchaus möglich, dass der Venture Capitalist das Management Team oder sogar den Unternehmer entlässt und durch ein neues Team ersetzt. Ein sehr wichtiges Kriterium, bevor ein Venture Capitalist überhaupt investiert, ist der Businessplan. Die wichtigsten Komponenten im Business Plan sind die Definition und Abgrenzung des Marktes, das Produkt oder die Dienstleistung, das Managementteam, der Finanzierungsplan und eine Exit Strategy. Es gibt immer einen Lebenszyklus für ein Venture Capital Projekt. Zuerst wird das Kapital gesammelt in einem Fonds. Es ist zu beachten, dass Investoren sich langfristig engagieren müssen, wenn sie in einen solchen Fonds investieren. Der Investitionshorizont kann bis über zehn Jahren hinaus gehen. Die zweite Stufe beinhaltet das Analysieren der potentiellen Firmen, in die investiert werden soll. Wenn der Venture Capitalist sich für ein Projekt entschieden hat, investiert er in die Firma auch einen Anteil. Danach beteiligt er sich i.d.R. aktiv am Management der Firma. Der letzte Schritt des Prozesses ist die Liquidation der Beteiligung. Das heisst die ursprüngliche Start-up Firma wird verkauft an einen strategischen Käufer oder wird auf den Börsengang vorbereitet. Wenn ein Börsengang angestrebt wird, wird i.d.R. eine Investmentbank konsultiert, die den Prozess begleitet.
Natürlich ist nicht jede Investition vom Erfolg gekrönt. Zu den Nachteilen von Venture Unternehmungen gehören die langen Anlagehorizonte (3-10 Jahre) und die Illiquidität der Investition. Zu den Vorteilen gehört die aktive Partizipation in der Unternehmenspolitik. Jedoch wenn die Investition erfolgreich ist, dann bieten sich hier ausserordentliche Renditemöglichkeiten für unsere Kunden.





