Strukturierte Bankprodukte mit „Barieren„ – bietet jemand als bankunabhängiger Vermögensverwalter seinen Kunden so etwas guten Gewissens an??

Beratungsstrategie, Vermögensberatung in Bärenmärkten , , , , , ,

Wir haben einmal versucht die „echten” Kosten eines solchen Produkts (Barrier Reverse Convertibles oder Barrier GROI), zurückzurechnen. Schier unmöglich. Selbst unser Mathematik Student musste zahlreiche Annahmen berücksichtigen, die aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt waren, d.h. die Wahrscheinlichkeiten über den Eintritt des “Knock-Out” waren dermassen gross, dass der mit 8% p.a. garantiere Ertrag in allen unseren realistisch erscheinenden Szenarios negativ wurde (weil der Wahrscheinlichkeiten nach die Basiswerte irgendwann einmal unter die Barriere fallen würden). Wir können unseren Kunden nur von diesen (im übrigen mit Vehemenz von Banken vertriebenen) Mogelpaketen abraten. Die Zeitungen sind seit Monaten voll davon – auf Hochglanzanzeigen – und nur schwer erkennbar an so unscheinbar wirkenden Begriffen wie “Barierre” oder “nicht kapitalgeschützt” und “falls…nicht berührt wurde”…man bedenke, eine ganze Werbeseite auf einer überregionalen Zeitung kostet locker mal 50.000 Franken… das bezahlt der Kunde mit. Es sollte unsere Aufgabe als Vermögensverwalter sein, den Kunden vor dieser Provisionstreiberei der Banken zu warnen.

One Comment

  1. Posted 27 February, 2008 at 19:17 | Permalink

    Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Dazu kommt ja noch, dass diese stark von den Banken beworbenen Produkte noch nicht einmal unter den Anlegerschutz nach dem KAG fallen!

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